Immobilien 28.08.2013 18:19:31

Hauskauf trotz steigender Preise?

Hauskauf trotz steigender Preise?

Kaufen, bauen oder weiter träumen? Eine Einschätzung zur Finanzierbarkeit von Wohneigentum und zur Frage, ob ich mir eine Immobilie gerade jetzt leisten sollte, ist angesichts der teilweise sehr unterschiedlichen Preisentwicklung einzelner Regionen anspruchsvoll. Damit nicht genug: die langfristigen Zinsen sind seit Jahresbeginn um durchschnittlich über 70 Basispunkte gestiegen. Warnungen der SNB vor Preisentwicklung und vorgeblich allzu leichter Kreditvergabe einzelner Banken häufen sich.

Damit steigt nicht nur unter den Bankkunden die Nervosität, sondern auch unter den Finanzierern. So sind Banken mittlerweile aufgrund höherer Eigenmittelanforderungen deutlich wählerischer und heterogener bei ihrer Kreditvergabe. Die Konditionen unterscheiden sich bei einzelnen Hypostrategien sehr deutlich. Während z. B. 10jährige Festhypotheken in den letzten 9 Monaten klar teurer wurden (aktuell durchschnittlich bei 2.50 %) liegen Libor Hypotheken unverändert bei rund 1 %. Obwohl die Banken auch hier stets versuchen, die Margen auszuweiten, lassen sich immer noch Anbieter mit attraktiven Margen von deutlich unter 1 % finden.

Trotzdem ist die Situation weniger dramatisch als häufig unterstellt: auch das aktuelle Zinsniveau ist im langfristigen Vergleich nach wie vor sehr attraktiv und wird es nach Einschätzung der MoneyPark Experten auf absehbare Zeit auch bleiben. Hierauf weisen insbesondere die Stellungnahmen aller wichtigen Zentralbanken (Fed, EZB, SNB) hin. Zudem kalkulieren praktisch alle Schweizer Hypothekenanbieter in ihren Tragbarkeitsberechnungen mit einem 5 %-Zinssatz – Welten über den aktuellen Sätzen, was eine nachhaltige Tragbarkeit gewährleisten sollte.

Alles in allem wird die Lage auf dem Hypothekar-Markt unübersichtlicher und für Hypothekennehmer auf der Suche nach der optimalen Finanzierung deutlich anspruchsvoller. Was bedeutet dies für Finanzierungsinteressenten? Nur Herausforderungen und keine Lösungen? Nein. Beratung ist wichtiger denn je, und zwar nicht nur der reine Zinsvergleich, sondern die gesamte Finanzierungslösung optimal auf die eigene Situation und die eigenen Bedürfnisse auszurichten. Will sich der Finanzierungsnehmer optimal informieren und beraten lassen, kommt er an einer unabhängigen Experten-Beratung nicht vorbei.

In der Vergangenheit ist der zukünftige Bauherr oder Immobilienkäufer zu seiner Hausbank und max. 1-2 weiteren Banken gegangen. Damit liegen ihm 3 Offerten vor, aber noch lange kein Marktüberblick und keine unabhängige Information. Zudem ist die Suche aufgrund der Verschärfung der Kreditvergabekriterien sehr zeitaufwändig geworden und dem Laien fehlt oft auch das Fachwissen, um die Produkte vergleichen zu können. Deshalb setzt gerade angesichts der jüngsten Entwicklung der Hypothekar-Interessent auf das richtige Pferd, der sich unabhängig beraten lässt und sich für den Anbieter mit dem kompletten Marktüberblick und der grössten Auswahl von Hypothekar-Angeboten entscheidet. Und da eine wirklich unabhängige Beratung den Kunden zu der für ihn optimalen Lösung und nicht zum „Hausprodukt“ bringt, spart der Kunde leicht Zigtausende von Franken – bei MoneyPark Kunden häufig >70‘000 CHF über die gesamte Laufzeit!

Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch heute ist ein Haus- und Wohnungskauf ein für viele sehr attraktives Lebensziel, das aber auf der Finanzierungsseite mehr denn je unabhängig beratungsunterstützt erfolgen sollte.

Verfasser Michael Hartmann, Leiter MoneyPark Kundenberatung, www.moneypark.ch

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