Powell-Aussagen bestätigt 30.11.2018 07:07:00

Fed-Protokoll signalisiert weitere Zinserhöhung in Dezember

Fed-Protokoll signalisiert weitere Zinserhöhung in Dezember

Bei der Sitzung der US-Notenbank am 7. und 8. November waren fast alle Teilnehmer der Meinung, dass eine weitere Zinserhöhung "wahrscheinlich recht bald gerechtfertigt sein würde, wenn eingehende Informationen über den Arbeitsmarkt und die Inflation im Einklang mit oder stärker als ihre aktuellen Erwartungen sind", wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorging. Das Protokoll gibt Aufschluss über die Bandbreite der geldpolitischen Diskussionen innerhalb der Federal Reserve. Die nächste Sitzung findet am 18. und 19. Dezember statt.

Die Vertreter der Federal Reserve diskutierten auch über eine Änderung ihrer Mitteilung zur Geldpolitik am Ende ihrer monatlichen Treffen, um zu betonen, dass sie künftig flexibler auf neue wirtschaftliche Entwicklungen reagieren werden, wenn sie ihre Zinsschritte im nächsten Jahr abwägen.

Seit Januar erwartet die Fed in ihren Erklärungen offiziell, dass "weitere schrittweise Erhöhungen" der kurzfristigen Zinsen notwendig sein werden. Nun wurde diskutiert, diesen Schlüsselsatz abzuändern.

Das Protokoll deutet auch darauf hin, dass sich die Debatte verschoben hat. Zu Beginn des Jahres lag der Fokus der Aufmerksamkeit mehr auf den Befürchtungen, dass sich die Wirtschaft überhitzen könnte. Nun aber schauen die Notenbanker aufmerksam auf Entwicklungen, die dazu führen könnten, dass sich das Wirtschaftswachstum stärker verlangsamt als erwartet.

Bei der Sitzung im November hatte die US-Notenbank ihren Leitzins konstant gehalten und ein überwiegend positives Bild der Wirtschaft gezeichnet. Das deutete bereits darauf hin, dass eine weitere Zinserhöhung im Dezember wahrscheinlich ist. An den Terminmärkten ist eine Erhöhung um 25 Basispunkte zu über 80 Prozent eingepreist.

Zuletzt hatte Fed-Chef Jerome Powell ein vorsichtigeres Vorgehen bei künftigen Leitzinserhöhungen signalisiert. Er sagte, die aktuelle Leitzinsspanne von 2,00 bis 2,25 Prozent liege nur "knapp unter" dem neutralen Niveau, bei dem die Wirtschaft weder gefördert noch gebremst werde. Dieser angedeutete Kurswechsel hatte zu kräftigen Kursgewinnen an den weltweiten Börsen geführt.

WASHINGTON (Dow Jones)

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