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Zinsflaute belastet 26.06.2019 12:09:36

Chef der deutschen BaFin: Bei weiterer Zinssenkung würde Druck auf Banken steigen

Chef der deutschen BaFin: Bei weiterer Zinssenkung würde Druck auf Banken steigen

"Unser deutsches Problem ist die mangelnde Profitabilität", sagte der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Felix Hufeld, am Dienstagabend in Frankfurt. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen weiter senken, werde der Druck auf die Finanzinstitute steigen. Die anhaltende Zinsflaute drückt die Gewinne von Banken und Sparkassen.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte angesichts düsterer Konjunkturaussichten jüngst eine weitere Lockerung der Geldpolitik angedeutet. Nach Einschätzung von Beobachtern könnten die Währungshüter den Strafzins von derzeit 0,4 Prozent verschärfen. Diesen müssen Finanzinstitute zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Jeder Basispunkt über den aktuellen Wert hinaus belaste die Geldhäuser mit ein paar hundert Millionen Euro, sagte Hufeld.

Die meisten Sorgen macht sich Deutschlands oberster Finanzaufseher um kleine private Banken, aber auch Grossbanken arbeiteten nicht in allen Geschäftsfeldern profitabel. Die Institute müssten ihre Geschäftsmodelle überprüfen und die Kosten senken, forderte Hufeld.

Wenig Hoffnung machte Hufeld den Geldhäusern auf ein baldiges Ende der Aufzeichnung telefonischer Beratungsgespräche. Die Aufzeichnungspflicht ist Teil der seit Anfang 2018 in der Europäischen Union (EU) geltenden Regeln für Wertpapiergeschäfte. Bei Rechtsstreitigkeiten soll sich so leichter nachvollziehen lassen, ob Kunden ausreichend über Risiken aufgeklärt wurde. Mit der Kritik an der Aufzeichnungspflicht stehe Deutschland in der EU "jedoch allein auf weiter Flur", sagte Hufeld.

Deutschlands Bankenverbände dringen auf eine Überarbeitung der Regeln. Im kommenden Jahr soll die EU-Richtlinie Mifid II überprüft werden.

/mar/DP/men

FRANKFURT (awp international)

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Bildquelle: Axel Griesch für Finanzen Verlag

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