Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

ExxonMobil Aktie 808963 / US30231G1022

Nahost-Konflikt im Blick 16.07.2026 16:21:27

IEA schlägt Alarm: Drohender Ölpreisschock bedroht die Weltwirtschaft

IEA schlägt Alarm: Drohender Ölpreisschock bedroht die Weltwirtschaft

IEA-Chef Fatih Birol schlägt Alarm: Wie lange verkraftet die Weltwirtschaft die blockierte Strasse von Hormus noch?

Anzeige

Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 20) via CFD handeln

Partizipieren Sie an Kursschwankungen bei Öl, Gold und anderen Rohstoffen mit Hebel und kleinen Spreads! Mit nur 100 CHF können Sie durch einen Hebel mit der Wirkung von 2.000 CHF Kapital handeln.

Jetzt informieren

  • IEA-Chef Birol warnt vor Belastung der Weltwirtschaft durch Hormus-Krise
  • Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus bricht wieder deutlich ein
  • Ölpreis springt auf Monatshoch, Ölaktien verstärkt im Anlegerfokus

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einer erneuten Belastung der Weltwirtschaft, sollte der Konflikt um die Strasse von Hormus nicht innerhalb weniger Wochen beigelegt werden. Das sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol laut Bloomberg in einem Interview am Rande des Aspen Security Forum in Colorado am Mittwoch.

Die eskalierende Gewalt zwischen den USA und Iran gefährdet nach seinen Worten den Transport von Öl, Düngemitteln, Erdgas und weiteren Gütern durch die zentrale Wasserstrasse. Für die Finanzmärkte bedeutet das anhaltende Unsicherheit über die künftige Versorgungslage mit Rohöl und damit auch über die Kostenbasis energieintensiver Branchen.

IEA schlägt Alarm: Die Uhr tickt

Nach Angaben von Bloomberg beschrieb Birol die Stimmung an den Märkten als nervös, weil Angriffe auf beiden Seiten den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus bedrohen. Besonders deutlich wurde er beim Zeitrahmen: "Es sind nicht Monate, es sind Wochen", sagte Birol darüber, wie lange die Wasserstrasse noch geschlossen bleiben könne, bevor ernsthafte wirtschaftliche Folgen drohen. Danach müsse die Route seiner Einschätzung nach wieder vollständig und uneingeschränkt für den Schiffsverkehr geöffnet sein. Die Aussage unterstreicht, dass die IEA die aktuelle Lage als deutlich dringlicher einstuft als frühere Phasen der monatelangen Krise um die Meerenge.

Unterschiedlich betroffene Volkswirtschaften

Laut Bloomberg differenzierte Birol auch zwischen den betroffenen Regionen. Die Störung der Öl- und Vorprodukt-Lieferungen aus dem Persischen Golf habe bereits Volkswirtschaften wie Südkorea und Japan getroffen, doch Länder wie Bangladesch, Pakistan und Indien seien nach seiner Einschätzung deutlich verwundbarer gegenüber solchen Lieferausfällen. Sollte die Strasse von Hormus geschlossen bleiben, drohten demnach erneut Engpässe für Volkswirtschaften in der Golfregion, für Entwicklungsländer sowie für weite Teile Asiens. Die Warnung macht deutlich, dass die Folgen der Krise ungleich verteilt sind und ärmere Importländer die Hauptlast eines anhaltenden Angebotsschocks tragen würden.

Schiffsverkehr durch Hormus bricht ein

Der sichtbare Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ist nach Bloomberg-Angaben binnen einer Woche deutlich zurückgegangen, nachdem mehrere Tanker angegriffen wurden und die USA ihre Blockade gegen iranische Schifffahrt erneuert hatten. Saudi-arabische Ölverladungen aus dem Persischen Golf sind nach Angriffen auf Supertanker eingebrochen, während die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) die Route weiterhin als zu gefährlich für zivile Schiffe einstuft. Laut der maritimen Analyseplattform Windward passierten zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen vergangener Woche nur sechs Schiffe die Meerenge, verglichen mit 18 bis 22 täglichen Durchfahrten in den Wochen zuvor. Vor Kriegsbeginn Ende Februar waren es täglich rund 130 Schiffe.

Ölpreis auf Monatshoch, Öl-Aktien im Blick

Die Nordseesorte Brent kletterte am Dienstag auf den höchsten Stand seit dem 15. Juni, nachdem der Kontrakt bereits am Montag auf das höchste Niveau seit dem 22. Juni gesprungen war.

Damit liegt Brent inzwischen wieder deutlich über dem Niveau vor Beginn des Kriegs zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar. In einem solchen Umfeld rücken traditionell Aktien von Ölkonzernen wie Shell und ExxonMobil in den Anlegerfokus, weil höhere Rohölpreise tendenziell die Margen im Förder- und Raffineriegeschäft stützen.

Anleger sollten dabei berücksichtigen, dass sich die Lage an der Strasse von Hormus in den vergangenen Monaten mehrfach kurzfristig gedreht hat, etwa durch das Waffenstillstandsabkommen im Juni und die anschliessende erneute Eskalation. Ölpreise und Energiewerte können daher ebenso schnell wieder nachgeben, wie sie gestiegen sind, sollte sich die Lage entspannen oder eine diplomatische Lösung abzeichnen.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

Weitere Links:


Bildquelle: sacura / Shutterstock.com,Dzmitry Kliapitski / Shutterstock.com,Anton Watman / Shutterstock.com

Analysen zu ExxonMobil Corp. (Exxon Mobil)

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
Zu diesem Datensatz liegen uns leider keine Daten vor.
Name Kaufen Verkaufen