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Vorgehen gegen Fed-Chef 12.01.2026 15:42:00

Goldpreis klettert auf Rekordhoch - Iran und USA im Fokus

Goldpreis klettert auf Rekordhoch - Iran und USA im Fokus

Die sich weiter zuspitzende Lage im Iran und zunehmende Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank haben den Goldpreis am Montag auf ein weiteres Rekordhoch getrieben.

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Am frühen Nachmittag wurde eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) an der Metallbörse in London bei 4.620 US-Dollar gehandelt und damit so hoch wie noch nie. Zeitgleich erreichte der Preis für Silber ein Rekordhoch bei 85,71 Dollar je Unze.

Sollte der Goldpreis das Plus bis zum Tagesende halten, wäre es am siebten Handelstag des Jahres der sechste im Plus. Mit dem Anstieg vom Montag baute Gold sein Kursplus in diesem Jahr auf sechs Prozent aus. Gold war im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr.

Bei Silber war das Jahresplus mit fast 150 Prozent noch deutlich höher. Am Montag verteuerte sich der Preis für eine Unze Silber um viereinhalb Prozent auf 83,45 Dollar und lag damit nur noch rund einen halben Dollar unterhalb des Rekordhochs von Ende 2025

Händler führten die Gewinne bei den Edelmetallen am Montagmorgen primär auf die Situation im Iran zurück. Zudem nannten einige Experten mit Blick auf die Gewinne beim Gold auch die zunehmenden Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank als Argument.

DDer Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank Jerome Powell spitzt sich zu, was an den Märkten die Sorge um die Zukunft der Fed als unabhängige Notenbank schürte. Nachdem das US-Justizministerium dem Notenbankchef mit einer Anklage gedroht hatte, wies Powell die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurück.

Der Vorwurf an die Adresse des Notenbankchefs: Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand: "Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird", erklärte Powell.

"Im Kern geht es um nichts Geringeres als die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik", kommentierte Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Handelshaus eToro. Es stelle sich die Frage, ob die Fed weiterhin unabhängig und datenbasiert auf Inflation, Arbeitsmarkt und Konjunktur reagieren könne.

Unterdessen erhöhte US-Präsident Donald Trump angesichts der Massenproteste im Iran gegen die autoritäre Staatsführung den Druck auf die Islamische Republik. "Der Iran will verhandeln", sagte er an Bord des Regierungsflugzeugs Air Force One vor Journalisten. Man werde sich vielleicht mit Vertretern des Irans treffen, ein Treffen werde vorbereitet.

Angesichts dessen, was im Iran passiere, müssten die USA allerdings vielleicht auch vorher handeln, warnte Trump mit Blick auf die andauernden Proteste. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führte er nicht aus. Er erwägt, die Demonstranten im Iran mit Satelliteninternet zu unterstützen. Trump wollte noch am Sonntag (Ortszeit) mit Tech-Milliardär Elon Musk telefonieren, dessen Firma SpaceX den Dienst Starlink betreibt.

Irans Staatsführung hat den Internetzugang für die Menschen fast vollständig gesperrt, auch Telefonverbindungen schienen teils nicht mehr zu funktionieren. Damit will sie die Kommunikation zwischen den Demonstranten erschweren. Zudem soll die Veröffentlichung von Berichten, Fotos und Videos über die Massenproteste so unterdrückt werden.

Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen, in die die Anleger Geld bei politischen Unsicherheiten schieben. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.

Das Vorgehen gegen Powell dürfte Wasser auf die Mühlen derer sein, die von der US-Notenbank Fed mehr Tempo bei Zinssenkungen fordern. Damit würde bei Investoren die Attraktivität von US-Staatsanleihen sinken, die ebenfalls als sicherer Hafen gelten. Edelmetalle werden im Gegenzug für Investoren attraktiver.

/zb/ag/stk

LONDON (awp international)

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Bildquelle: Invesco,Africa Studio / Shutterstock.com,Jacek Fulawka / Shutterstock.com,Julian Mezger
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