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Goldpreis und Ölpreis 15.09.2026 07:51:00

Goldpreis fällt auf Monatstief: Das sind die Gründe

Goldpreis fällt auf Monatstief: Das sind die Gründe

Im frühen Dienstagshandel fiel der Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat.

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Goldpreis
4164.67 USD -0.15%
von Jörg Bernhard

Vor der morgigen Fed-Entscheidung herrscht bei Gold weiterhin ein leichter Verkaufsdruck. Als Hauptbelastungsfaktor sind die zunehmenden Erwartungen einer Zinserhöhung in den USA (Mittwoch) und Japan (Freitag) zu sehen. Steigende Ölpreise infolge wachsender Angebotsrisiken im Nahen Osten könnten die Inflation weiter anheizen und den geldpolitischen Handlungsdruck auf die Notenbanken erhöhen. An den Terminmärkten gilt eine Zinserhöhung in den USA mittlerweile als sehr wahrscheinlich. Zusätzlichen Gegenwind liefern steigende Renditen von US-Staatsanleihen, da sie die Opportunitätskosten des unverzinsten Goldes erhöhen. Entsprechend hat das Edelmetall im September bislang deutlich an Wert verloren. Kurzfristig dürfte die Entwicklung stark von der Fed-Entscheidung und den Signalen zum weiteren geldpolitischen Kurs abhängen. Trotz dieser Belastungsfaktoren bleiben die längerfristigen Aussichten aus Sicht vieler Marktteilnehmer konstruktiv. Sie setzen darauf, dass Gold seine traditionelle Rolle als Absicherung gegen wirtschaftliche, geopolitische und finanzielle Risiken wieder stärker ausspielen kann.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermässigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 13,70 auf 4'338,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Anhaltende Angebotssorgen

Der Ölpreis tendiert im frühen Dienstagshandel weiterhin bergauf. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht der Ausfall der wichtigen Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens, über die normalerweise grosse Ölmengen unter Umgehung der Strasse von Hormus zum Roten Meer transportiert werden. Sollte die Pipeline länger ausser Betrieb bleiben, könnten dem Weltmarkt bis zu vier Prozent des globalen Ölangebots fehlen. Zusätzliche Unsicherheit verursachen neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen auf Saudi-Arabien sowie der stark eingeschränkte Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus. Gleichzeitig stocken diplomatische Bemühungen zwischen dem Iran und den Golfstaaten. Solange unklar bleibt, wann die saudi-arabische Pipeline wieder in Betrieb genommen wird und sich die Öltransporte durch die Region normalisieren, dürften die Versorgungsrisiken den Ölpreis weiterhin stützen.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,91 auf 103,30 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,80 auf 107,48 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.ch

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