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12.08.2026 16:11:00
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Börsen-Höhenflug vor dem Ende? Analyst sieht Wendepunkt zugunsten von Gold und Silber
Ein Marktanalyst sieht im Verhältnis zwischen Goldpreis und Aktienindex ein Warnsignal, das die Rally an den Börsen infrage stellt.
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Jetzt informieren- Ein Marktanalyst sieht im Gold/Aktien-Verhältnis ein mögliches Warnsignal
- Ein steigendes Silber/Gold-Verhältnis könnte Edelmetallen neuen Schub geben
- Politische Unterstützung vor den Zwischenwahlen stützt Aktien vorerst weiter
Der US-Marktanalyst Gary Tanashian schlug kürzlich laut einer auf Investing.com veröffentlichten Analyse Alarm: Das Verhältnis zwischen Goldpreis und dem S&P 500 nähert sich seiner Einschätzung nach einem Wendepunkt, an dem Aktien gegenüber Edelmetallen zunehmend ins Hintertreffen geraten könnten. Für Anleger bedeutet das laut seiner Lesart ein sinkendes Risiko bei Gold und ein steigendes Risiko bei Aktien, selbst wenn die nominalen Kurse an der Wall Street kurzfristig weiter Rückenwind erhalten.
Gold/Aktien-Verhältnis an der Schwelle
Tanashian beobachtet das Verhältnis zwischen dem Gold-ETF SPDR Gold Shares und einem breiten Aktienmarkt-ETF und sieht darin einen Frühindikator für die relative Stärke von Edelmetallen gegenüber Aktien. Nachdem Goldaktien seit Januar diesen Jahres eine längere Korrekturphase durchlaufen hatten, wertet er die aktuelle Konstellation als mögliches Tief dieses Verhältnisses. Ob es sich dabei um eine unmittelbare Wende oder zunächst um eine Seitwärtsbewegung handelt, bleibt nach seiner Einschätzung zweitrangig. Entscheidend sei die Richtung: geringeres Risiko bei Gold, erhöhtes Risiko bei Aktien.
Silber als Frühindikator
Einen zusätzlichen Hinweis liefert nach Tanashians Analyse das Verhältnis zwischen Silber und Gold. Bereits im Vorfeld der Rohstoff- und Aktienmarktrally 2025 hatte sich ein ähnliches Muster gezeigt: Silber gab gegenüber Gold nach, bildete einen Boden und leitete anschliessend eine breitere Erholung ein. Ein vergleichbares Setup zeichnet sich seiner Beobachtung nach für 2026 ab, gestützt durch ein Kursstärke-Signal auf Basis des RSI. Bereits jetzt ziehen nach seiner Beschreibung Goldaktien und weitere Rohstoffwerte breit an, während sich zugleich die Aktienmärkte erholen.
Politischer Rückenwind vor den Zwischenwahlen
Für die kommenden Monate erwartet Tanashian zusätzlichen Schub für die nominalen Aktienmärkte, getragen von wirtschaftspolitischen Massnahmen im Vorfeld der Zwischenwahlen: einer Lockerung der Bankenregulierung, einem Konjunkturpaket und möglichen Eingriffen am Markt für Staatsanleihen, sollte zusätzliche Liquidität nötig werden. Er ordnet diese Kombination als bewusste Vorbereitung auf die Wahl ein, mit einem historischen Vergleich zur Wirtschaftspolitik der Vorgängerregierung vor der Präsidentschaftswahl 2024. Im Kern laufe die Strategie allerdings auf eine Abwertung der Währung hinaus.
Einordnung: kurzfristige Stütze, längerfristiges Risiko
Die These bleibt an dieser Stelle die eines einzelnen Marktbeobachters, kein Konsens. Dass politisch motivierte Konjunkturimpulse Aktienindizes über Monate stützen können, ist plausibel und historisch belegbar, sagt aber wenig darüber aus, wie nachhaltig diese Stütze wirkt. Tanashians eigentliche Kernaussage betrifft ohnehin nicht den nominalen Kurs, sondern die relative Entwicklung gegenüber Gold: Aktien müssten seiner Analyse zufolge nicht in eine klassische Baisse fallen, um gegenüber Edelmetallen deutlich zurückzubleiben. Genau dieser Unterschied zwischen nominaler Stärke und relativer Schwäche macht die Einordnung für Anleger komplizierter, als es der Begriff "Warnsignal" zunächst suggeriert.
Evelyn Schmal, finanzen.ch
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.
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| Goldpreis | 4’348.36 | 31.06 | 0.72 | |
| Silberpreis | 64.48 | 0.91 | 1.43 |
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