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17.01.2020 11:58:46

Wirtschaftsabschwung hinterlässt Spuren bei Private Equity

Von Barbara Millner

FRANKFURT (Dow Jones)--Private-Equity-Manager sorgen sich angesichts des Wirtschaftsabschwungs um die Wertentwicklung ihrer Portfolios. Dieses Ergebnis erbrachte eine von Fachmagazin Finance im Auftrag der Deutschen Beteiligungs AG durchgeführte Umfrage unter Investmentmanagern aus mehr als 50 in Deutschland tätigen Private-Equity-Häusern.

Eine überwältigende Mehrheit von 80 Prozent der befragten Manager gehe davon aus, dass die Rezession in der Industrie und das schwächere Wachstum die Wertentwicklung der Private-Equity-Portfolios 2020 beeinträchtigen werden. 10 Prozent erwarteten sogar eine "starke" Beeinträchtigung. Im Sommer hatten drohende Handelsauseinandersetzungen, ein chaotischer Brexit oder auch der schon damals eingetrübte Konjunkturausblick die Private-Equity-Branche noch kaltgelassen.

Inzwischen gehe nur jeder zehnte Beteiligungsmanager davon aus, dass das eigene Portfolio von dem Abschwung nicht negativ beeinflusst werden wird. 70 Prozent der befragten Portfoliomanager gaben an, dass Private Equity 2020 im Vergleich zu 2019 mehr Restrukturierungsarbeit werde leisten müssen. Von einem Rückgang des Restrukturierungsaufwands gehe kein einziges der befragten Private-Equity-Häuser aus.

Bei der Frage, ob Private Equity besser als 2009 auf den Abschwung vorbereitet ist, gingen die Meinungen auseinander. 40 Prozent der Befragten hielten die heutigen Portfolios für genauso anfällig für Wertminderungen wie 2009. 23 Prozent finden sie sogar noch anfälliger. Es gibt auch Stimmen (38 Prozent), die sich positiver äusserten und glaubten, dass ihre Portfolios heute weniger anfällig als vor der Finanzkrise seien.

Die Furcht vor einem Abschwung habe auch die Zusammensetzung der Transaktionen verändert. Private-Equity-Investoren suchten nach weniger konjunkturanfälligen Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen oder hochwertigen Dienstleistungen. Der Umfrage zufolge ist die Bedeutung von Buy-and-Build als Wertsteigerungsstrategie noch einmal gestiegen: 85 Prozent der Befragten erachten sie derzeit als beste Wertsteigerungsmethode.

Für diese Entwicklung könnten zwei Gründe sprechen, hiess es. So dürften manche Unternehmen in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten eher zum Verkauf bereit sein. Zudem seien die Portfoliounternehmen der Private-Equity-Häuser aufgrund der derzeit hohen Einstiegsmultiples zu weiteren Wachstum gezwungen.

Dazu führt DBAG-Vorstandssprecher Grede an: "Auch wir nutzen Unternehmenszukäufe als Katalysator für die Wertentwicklung. Allein im vergangenen Geschäftsjahr hat jedes vierte Unternehmen in unserem Portfolio mindestens ein kleineres Unternehmen erworben."

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