Starke Investoren 25.07.2020 22:38:00

Von wegen Corona-Krise - Startups können auf Schweizer Investoren zählen

Von wegen Corona-Krise - Startups können auf Schweizer Investoren zählen

• Weniger Investitionen durch US-amerikanische Investoren

• Schweizer Investoren mit Gesamtinvestitionsvolumen von 46 Prozent

• Zürcher IT-Unternehmen Scandit mit bisher grösster Finanzierungsrunde

Aus einem Bericht der Luzerner Zeitung geht hervor, dass über mehrere Jahre hinweg mehr als ein Drittel der investierten Gesamtsumme in Schweizer Startups von US-Investoren stammten. Keine Gruppe hatte einen so grossen Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen wie US-amerikanische Investoren. Nun sind es mit 25 Prozent noch ein Viertel, womit die US-Investoren von den inländischen Kapitalgebern überholt wurden. Dem Bericht nach stammten zwar in den letzten zehn Jahren nur knapp 23 Prozent von Schweizer Investoren, im ersten Halbjahr 2020 wuchs dieser Anteil aber auf 46 Prozent an. Insgesamt wurden im ersten Semester 2020 rund 760 Millionen Franken in Schweizer Startups investiert.

Optimismus bei den Investoren

Vergleicht man die in der Pressemitteilung der "Schweizerischen Vereinigung für Unternehmensfinanzierung" veröffentlichten Zahlen, erkennt man, dass die investierte Summe von 760 Millionen Franken rund ein Drittel unter dem Ergebnis des Rekordjahres 2019 liegt, wo allein im ersten Semester rund 1,18 Milliarden Franken in Schweizer Startups investiert wurden. Dennoch sind den Daten zufolge die investierten 760 Millionen Franken aus dem coronagebeutelten Halbjahr das zweithöchste Ergebnis der letzten fünf Jahre. Wie aus einer Umfrage der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ hervorgeht, sind drei Viertel der Befragten davon überzeugt, dass die Investments in Schweizer Start-Ups bereits im nächsten Jahr 2021 wieder das Rekordniveau von 2019 erlangen. Darüber hinaus möchten die Investoren ihre Investmenttätigkeit trotz der Corona-Krise vollumfänglich aufrechterhalten.

Weniger Megafinanzierungsrunden

Der schwindende Anteil der US-Investoren dürfte den Vermutungen von handelszeitung.ch nach grösstenteils auf das Fehlen von Megafinanzierungsrunden zurückzuführen sein, wo vor allem ausländische Investoren sehr bedeutend waren. Alles in allem nahm die Anzahl der Finanzierungsrunden zwar zu und lag mit 105 Finanzierungsrunden um 20 Runden höher als noch im ersten Semester des Vorjahres. Aber während im ersten Semester 2019 noch drei Finanzierungsrunden im dreistelligen Millionenbereich stattfanden, kam die grösste bisherige Finanzierungsrunde im Jahr 2020 auf 77 Millionen. Dabei handelte es sich um das Zürcher IT-Unternehmen Scandit.

Redaktion finanzen.ch

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