Rekordhöhe 26.03.2020 15:22:21

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen um über 1'000 Prozent - Mnuchin relativiert

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen um über 1'000 Prozent - Mnuchin relativiert

Der Anstieg der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 21. März alle Rekorde gebrochen. Im Zuge der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie stieg die Zahl der Anträge gegenüber der Vorwoche auf saisonbereinigter Basis um 3'001'000 auf 3'283'000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 1'500'000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 282'000 von ursprünglich 281'000.

Das Wochenniveau übertraf den bisherigen Rekordstand von 695'000 im Oktober 1982 bei weitem. Die neue Rekordzahl wurde in einer Woche erreicht, in der viele US-Unternehmen Entlassungen ankündigten und mehrere staatliche und lokale Behörden als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie die Schliessung nicht mehr benötigter Betriebe anordneten.

Der gleitende Vierwochendurchschnitt erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um 765'750 auf 998'250. In der Woche zum 14. März erhielten 1,803 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 101'000.

Mnuchin relativiert historischen Sprung

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat den historischen Sprung bei den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe relativiert. Man sollte den Fokus nicht auf diese Daten richten, weil sie entstanden seien, bevor die Hilfmassnahmen der US-Regierung beschlossen worden seien, sagte Mnuchin in einem CNBC-Interview. "Um ehrlich zu sein, ich denke, dass diese Zahlen im Moment nicht relevant sind, egal ob sie kurzfristig grösser oder kleiner sind."

Da das Senatsgesetz zur Coronavirus-Entschädigung nun so kurz vor der Verabschiedung im Kongress stehe, hoffe er, dass die Unternehmen beginnen würden, diese Mitarbeiter wieder einzustellen, sagte Mnuchin. In der vorigen Woche hätten die Unternehmen keine andere Wahl gehabt, als Mitarbeiter zu entlassen, weil sie kein Geld gehabt und nicht gewusst hätten, dass sie geschützt werden würden, sagte Mnuchin.

WASHINGTON (Dow Jones)

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