11.07.2019 14:38:43

US-Preisdruck zieht im Juni etwas an

Von Sarah Chaney

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Verbraucherpreise sind im Juni gestiegen, was ein Zeichen für eine Stabilisierung nach einer Phase der Schwäche sein könnte. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten mit stabilen Preisen gerechnet. Die für den Mai gemeldete Preisentwicklung von plus 0,1 Prozent wurde bestätigt.

Dadurch ergab sich eine Jahresteuerung auf 1,6 (Vormonat: 1,8) Prozent. Die Federal Reserve peilt eine Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

In der Kernrate, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel aussen vor lässt, stiegen die Preise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur eine Rate von 0,2 Prozent erwartet. Die Jahresteuerung betrug 2,1 (Vormonat: 2,0) Prozent.

Die US-Notenbank ist besorgt über einen zu niedrigen Inflationsdruck. "Es besteht die Gefahr, dass die schwache Inflation noch länger anhält als bislang von uns erwartet", sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch vor dem House Financial Services Committee. Seine Charakterisierung der Inflation markierte eine Tonänderung; vor zwei Monaten hatte er noch gesagt, dass die schwache Inflation auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen sei.

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DJG/DJN/apo/jhe

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July 11, 2019 08:38 ET (12:38 GMT)

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