12.06.2019 14:39:46

US-Inflationsdruck bleibt im Mai sehr verhalten

Von David Harrison

WASHINGTON (Dow Jones)--Die Verbraucherpreise in den USA sind im Mai sehr verhalten gestiegen, was vor allem auf sinkenden Energiepreisen beruhte. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, erhöhten sich die Verbraucherpreise nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten mit einem solchen Anstieg gerechnet. Die für den April gemeldete Preisentwicklung von plus 0,3 Prozent wurde bestätigt.

Dadurch sank die Jahresteuerung auf 1,8 (Vormonat: 2,0) Prozent. Die Federal Reserve peilt eine Inflationsrate von rund 2 Prozent an.

In der Kernrate, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel aussen vor lässt, stiegen die Preise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten eine Rate von 0,2 Prozent erwartet. Die Jahresteuerung betrug 2,0 (Vormonat: 2,1) Prozent.

Der Bericht ist ein Hinweis darauf, dass der Inflationsdruck in den USA trotz eines starken Arbeitsmarktes, der allmählich zu Lohngewinnen für die Arbeitnehmer führt, gedämpft bleibt.

Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Handelskonflikte und schwächerer Konjunkturdaten sind in den vergangenen Wochen die Erwartungen an den Finanzmärkten über kommende Zinssenkungen der Federal Reserve spürbar gestiegen; schon im Sommer könnte es soweit sein.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/ros

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June 12, 2019 08:39 ET (12:39 GMT)

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