Investitionsschub 31.01.2020 21:32:00

Schweizer Startups erhalten mehr Fördergelder

Schweizer Startups erhalten mehr Fördergelder

• Schweiz mit so vielen Startups wie nie zuvor
• Venture Kick erhöht 2020 Fördergelder
• Auch neues Pilotprojekt mit Fokus auf Biotechnologie und Medizintechnik am Start

In der Schweiz herrscht regelrechte Goldgräberstimmung: 2019 wurden hierzulande so viele Startups gegründet wie nie zuvor. Das Schweizer Handelsregister verzeichnete allein im vergangenen Jahr insgesamt 44’616 Neugründungen von Unternehmen. Die Jungunternehmen sind dabei nicht nur zahlreich, sondern auch äusserst erfolgreich. Wie der Swiss Venture Capital Report (SVCR) verlautet, erreichten 2019 gleich vier Schweizer Startups den Unicorn-Status.

Ein Grund für viele Investoren, sich einen Anteil an diesen Unternehmen zu sichern. Auch hier berichtet der SVCR, dass allein im vergangenen Jahr fast 2,3 Milliarden Franken an Investitionsgeldern in 266 Schweizer Startups geflossen sind. Einer dieser Investoren ist Venture Kick - eine gemeinnützige Stiftung, die sich die Unterstützung der nächsten "Generation erfolgreicher Unternehmer für den Wohlstand der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft" zum Ziel gesetzt hat. Ihre bisherige Investitionssumme von 4,35 Millionen Franken will die Initiative für 2020 auf fünf Millionen anheben.

Hohe Überlebensquote für Schweizer Startups

Das Internet wurde ursprünglich in Genf am europäischen Kernforschungszentrum CERN durch den Mitarbeiter Tim Berners-Lee erfunden. "Geld verdienen damit heute aber Unternehmen in den USA, im Silicon Valley", so Beat Schillig, Co-Leiter von Venture Kick, in einem Interview anlässlich des zehnjährigen Jubiläums in 2017 gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Daraus schliesst der Branchenkenner, dass in der Schweiz zu wenig für angehende Unternehmer getan wird. Das müsse sich ändern. Jungunternehmer müssten "einen Schupf" bekommen, um mit ihren erfolgreichen Geschäftsideen die Welt zu erobern.

Und den möchte Venture Kick heimischen Startups geben. Eigenen Angaben nach unterstützte die Stiftung seit 2007 675 Startups mit einem Startkapital von 29,25 Millionen Franken. Dass diese erfolgreich sein können, zeigen die weiteren von der Initiative veröffentlichten Daten: Innerhalb von 13 Jahren sammelten sie Rekordsummen in Höhe von 3,5 Milliarden Franken ein. Die Überlebensquote betrug in den ersten zehn Jahren seit der Gründung von Venture Kick 89 Prozent. Das führt Schillig darauf zurück, dass nur die besten bei dem "strikten Auswahlprozedere" durchkommen. "Nur einer von zehn Bewerbern erhält letztlich eine Unterstützung", wie NZZ den Co-Leiter ferner zitiert.

2020 mit neuen Fördergeldern und Pilotprojekt

Die Unterstützung von innovativen und kreativen Geschäftsideen soll auch im neuen Jahr fortgesetzt werden. Wie die Stiftung in der vergangenen Woche mitteilte, sollen die Fördergelder auf fünf Millionen Franken erhöht und ein neues Pilotprojekt auf die Beine gestellt werden. Im Rahmen des sogenannten "Venture Kick Life Science" werden vornehmlich biotechnologische und medizinaltechnische Startup-Projekte gefördert, die laut der Initiative "Schlüsselfaktoren" in der Schweiz darstellen. Stärker ins Blickfeld rücken sollen auch "Lösungen für eine nachhaltige Umwelt und die Ernährung von morgen".

Redaktion finanzen.ch

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