11.06.2019 14:39:46

Preisdruck auf US-Erzeugerebene im Mai sehr verhalten

Von Eric Morath

WASHINGTON (Dow Jones)--In den USA bleibt der Preisdruck auf vorgelagerter Ebene sehr verhalten. Im Mai stiegen die Erzeugerpreise lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen solchen Anstieg erwartet.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, kletterten die Erzeugerpreise in der Kernrate - ohne die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie - verglichen mit dem Vormonat um 0,2 Prozent. Auch das entsprach exakt den Prognosen von Ökonomen.

Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise um 1,8 Prozent, für die Kernrate wurde ein Plus von 2,3 Prozent gemeldet. Die Erzeugerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.

Die Fed strebt ein jährliches Inflationsziel von 2 Prozent an und sieht darin ein Zeichen für eine Wirtschaft mit solider Nachfrage, aber ohne Überhitzung. Wenn die Preise langsamer steigen, könnte dies der Fed den Spielraum geben, eine Senkung ihres Leitzinses in Betracht zu ziehen, um Ausgaben und Investitionen zu stimulieren.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/sha

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June 11, 2019 08:40 ET (12:40 GMT)

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