11.10.2018 14:41:44

Preisauftrieb in den USA bleibt gedämpft

Von Harriet Torry

WASHINGTON (Dow Jones)--Der Preisauftrieb in den USA ist im September gedämpft geblieben, ein Zeichen dafür, dass die Inflation weiter unter Kontrolle ist, da ein starker Dollar die Importpreise drückt und die Energiekosten sinken. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, stiegen die Verbraucherpreise nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Die für den August gemeldete Preisentwicklung von plus 0,2 Prozent wurde bestätigt.

Dadurch sank die Jahresteuerung auf 2,3 (Vormonat: 2,7) Prozent, die niedrigste Rate seit Februar. Die Fed verweist darauf, dass sich die US-Inflation aktuell in der Nähe der mittelfristigen Zielmarke einer Jahresrate von 2 Prozent befindet. Mit ihrem Zinserhöhungszyklus hofft die Fed, die Teuerung auch perspektivisch in diesem Bereich zu halten.

In der Kernrate, die die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel aussen vor lässt, stiegen die Preise ebenfalls um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten eine Rate von 0,2 Prozent erwartet. Die Jahresteuerung betrug 2,2 (Vormonat: 2,2) Prozent.

Der Index für die Energiepreise sank im September um 0,5 Prozent und für die Benzinpreise um 0,2 Prozent. Der Preisindex für Gebrauchtwagen und Lastkraftwagen ging deutlich zurück und fiel um 3,0 Prozent. Die Lebensmittelpreise blieben stabil.

Da in den kommenden Quartalen mit einer schwächeren BIP-Dynamik zu rechnen sei, sollte sich die Teuerung bis zum Jahreswechsel langsam weiter abschwächen und 2019 wieder bei rund 2 Prozent notieren, kalkulieren die Experten von HSBC Trinkaus & Burkhard.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/brb

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October 11, 2018 08:41 ET (12:41 GMT)

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