Wichtiger faktor 06.06.2019 18:05:00

IWF sieht Handelskonflikte als Risiko für US-Wirtschaft

IWF sieht Handelskonflikte als Risiko für US-Wirtschaft

Die Handelspolitik sei ein wichtiger Faktor für die inländische und globale Finanzlage sowie für Investitionsentscheidungen der Unternehmen, erklärte der IWF nach den jährlichen Konsultationen mit der US-Regierung. Zudem stelle eine abrupte Umkehrung der zuletzt sehr günstigen Finanzmarktbedingungen eine der grössten Herausforderungen dar.

Rückenwind könnte die US-Wirtschaft hingegen erhalten, wenn der Kongress sich darauf einigt, die Obergrenzen für die Schuldenaufnahme zu erhöhen oder wenn die Handelsstreitigkeiten gelöst würden, ergänzte der IWF.

Die Organisation erhöhte für 2019 die Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft auf 2,6 (bisher: 2,3) Prozent. Für 2020 wurde ein Zuwachs von rund 2 (bisher 1,9) Prozent in Aussicht gestellt.

Besorgt zeigte sich der IWF über die Staatschulden. "Die US-Staatsverschuldung befindet sich auf einem nicht nachhaltigen Weg. Die fiskalische Expansion der Regierung hat die Wirtschaftstätigkeit in einer Zeit unterstützt, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächte. Dies ging jedoch zu Lasten eines weiteren Anstiegs der Schuldenquote", hiess es vom IWF. Für den Gesamtstaat liegt die Schuldenquote jetzt bei 107 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Der IWF forderte die US-Regierung zum Handeln auf: "Es sind politische Anpassungen erforderlich, um den Anstieg des Haushaltsdefizits stetig umzukehren und die Staatsverschuldung auf einen Abwärtspfad zu bringen." Das Finanzsystem erscheine gesund, aber die mittelfristigen Risiken für die Finanzstabilität nähmen zu, mahnte der IWF.

Dow Jones Newswires

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