14.04.2019 11:11:44

IWF: Handelskonflikte gefährden globales Wachstum

WASHINGTON (Dow Jones)--Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat dazu aufgerufen, die Handelkonflikte zu lösen und Risiken angesichts einer schwächeren Weltwirtschaft abzubauen. "Freier, fairer und für beide Seiten vorteilhafter Waren- und Dienstleistungshandel sind wichtige Motoren für Wachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen. Zu diesem Zweck erkennen wir an, dass die Handelsstreitigkeiten gelöst werden müssen", sagte Lesetja Kganyago, Chef des IWF-Lenkungsausschusses und Gouverneur der südafrikanischen Notenbank.

Das IWF-Gremium erklärte, dass das globale Wachstum zwar anhalte, aber schwächer sei als bei der Sitzung des Ausschusses im Oktober erwartet. "Das Wachstum wird sich voraussichtlich im Jahr 2020 verstärken, aber die Risiken bleiben nach unten gerichtet", erklärte Kganyago.

Er verwies auf Handelsspannungen, "politische Unsicherheit" wie einen potenziell ungeordneten Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union sowie eine plötzliche und starke Verschärfung der globalen Finanzlage als Risikofaktoren für die Weltwirtschaft.

"Die Finanzpolitik sollte flexibel und wachstumsfreundlich bleiben, Puffer wieder aufbauen und den richtigen Ton treffen zwischen der Sicherstellung der Schuldennachhaltigkeit und der Unterstützung der Nachfrage", sagte Kganyago. "Wir waren uns auch einig, dass unsere sozialen Ziele im finanzpolitischen Mix berücksichtigt werden müssen."

Mit Blick auf die Geldpolitik erklärte der Ausschuss, dass sichergestellt werden sollte, dass "die Inflation auf dem Weg zu den Zielwerten ist und die Inflationserwartungen gut verankert sind", sagte der Vorsitzende des Lenkungsausschusses. Die Entscheidungen der Zentralbanken müssten "gut kommuniziert und datenabhängig" bleiben.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo

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April 14, 2019 05:11 ET (09:11 GMT)

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