Konjunktur bleibt schwach 22.02.2019 10:13:45

ifo-Geschäftsklima sinkt im Februar deutlicher als erwartet

ifo-Geschäftsklima sinkt im Februar deutlicher als erwartet

Der ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 98,5 (Januar revidiert: 99,3) Punkte, wie das ifo-Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 99,0 Punkte prognostiziert. Vorläufig war für Januar ein Stand von 99,1 Punkten gemeldet worden. Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate.

Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen ging auf 103,4 (revidiert: 104,5) Punkte zurück. Ökonomen hatten 103,8 Punkte erwartet. Vorläufig war für den Lageindex ein Wert von 104,3 gemeldet worden. Der Index für die Geschäftserwartungen sank auf 93,8 (revidiert: 94,3) Zähler. Die Prognose hatte auf 94,3 Punkte gelautet. Der vorläufige Januar-Wert hatte bei 94,2 Punkten gelegen.

"Die deutsche Konjunktur bleibt schwach", kommentierte das ifo-Institut die Daten.

Im verarbeitenden Gewerbe sank der Index zum sechsten Mal in Folge. Die Unternehmen korrigierten ihre Beurteilung der aktuellen Lage merklich nach unten. Trotzdem berichtete weiterhin eine deutliche Mehrheit von einer guten Geschäftslage. Bei den Erwartungen greift der Pessimismus jedoch mehr und mehr um sich.

Im Dienstleistungssektor verschlechterte sich das Geschäftsklima deutlich. Die Dienstleister stuften ihre Geschäftslage als etwas weniger gut ein. Für die kommenden Monate erwarteten nur noch wenige Unternehmen eine Verbesserung. Im Handel stieg der Index leicht. Dies war auf etwas weniger pessimistische Geschäftserwartungen zurückzuführen. Die Firmen beurteilten die Geschäftslage ungünstiger.

Während sich das Klima im Einzelhandel verbesserte, gab es im Grosshandel nach. Im Bauhauptgewerbe sank der Geschäftsklimaindex. Grund hierfür waren weniger gute Beurteilungen der Geschäftslage. Die Unternehmen korrigierten ihre Erwartungen hingegen leicht nach oben.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: ifo

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