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Geldpolitik im Fokus 21.04.2022 14:06:41

EZB-Vizepräsident Luis De Guindos: EZB-Zinserhöhung im Juli "theoretisch möglich"

EZB-Vizepräsident Luis De Guindos: EZB-Zinserhöhung im Juli

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte ihren Einlagenzins nach Aussage von EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bereits im Juli anheben.

Mit einer entsprechenden Äusserung in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg schloss sich der nicht als "geldpolitischer Falke" bekannte Spanier dem deutschen EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel an. Auf die Frage, ob eine Zinserhöhung im Juli möglich sei, antwortete De Guindos: "Das wird von den Daten abhängen, die wir im Juni sehen werden." Aus heutiger Sicht seien sowohl der Juli als auch der September oder ein späterer Zeitpunkt möglich. "Wir werden uns die Daten ansehen und erst dann entscheiden", sagte der EZB-Vizepräsident.

Nagel hatte am Rande der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank Berichten zufolge gesagt, eine Zinsanhebung könnte zu Beginn des dritten Quartals erfolgen, wenn die EZB ihre Nettoanleihekäufe schon Ende des zweites Quartals auslaufen lasse und sich an die verabredete Reihenfolge halte und ihren Leitzins erst danach erhöhe.

Der EZB-Vizepräsident betonte allerdings, dass er persönlich eine Beendigung der Nettokäufe erst im Juli sehe und eine Zinserhöhung danach nicht automatisch folgen müsse. "Für die erste Zinserhöhung müssen wir unsere Projektionen und die verschiedenen Szenarien abwarten und erst dann entscheiden", sagte er.

De Guindos zufolge hat die EZB noch nicht damit begonnen, ein konkretes geldpolitisches Instrument zur Begrenzung von Renditeabständen zwischen Euro-Staatsanleihen zu entwickeln. "Bislang haben wir im EZB-Rat noch kein neues Anti-Fragmentierungsprogramm im Detail diskutiert", sagte er.

Die Hauptursache für eine potenzielle Fragmentierung liege in den unterschiedlichen Haushaltsprofilen und dem Potenzialwachstum der Länder. Die Geldpolitik könne etwas tun, aber um das potenzielle Risiko einer Fragmentierung zu minimieren, seien langfristig finanzpolitische Nachhaltigkeit und Strukturreformen zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit erforderlich.

"Es wäre ein Fehler, die Geldpolitik mit der Bekämpfung der Fragmentierung zu vermischen, und der EZB-Rat ist sich dessen bewusst", sagte der EZB-Vizepräsident. Die EZB wolle eine Fragmentierung vermeiden, die nicht idiosynkratisch, sondern exogen bedingt sei und sie habe einige Instrumente, um diese Art von Problem anzugehen.

DJG/hab/kla

FRANKFURT (Dow Jones)


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