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21.05.2018 20:12:37

Ex-Nationalbank-Chef Philipp Hildebrand warnt vor Vollgeldinitiative

Zürich (awp) - Im Vorfeld der Abstimmung über die Vollgeldinitiative hat sich der frühere Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand zu Wort gemeldet. Es gebe "absolut keinen Grund, in der Schweiz von einem Geldsystem abzurücken, das sich in einer historisch einmaligen Krisenzeit bewährt hat", sagte der heutige Blackrock-Manager im Interview mit der "NZZ am Sonntag".

Die Schweiz habe ein Geldsystem, das funktioniere. Das zu ändern, sei ein Spiel mit dem Feuer, das man unbedingt unterlassen sollte, wird Hildebrand in dem Interview zitiert. Es sei aber richtig, von den Banken genügend Eigenkapital zu fordern. Bei der Rettung der Grossbank UBS in der Finanzkrise vor zehn Jahren war Hildebrand Vizepräsident der Nationalbank

Die Rettung sei damals ein kollektiver Effort gewesen. "Unsere Grossbanken sind seit dieser Zeit deutlich widerstandsfähiger geworden: Sie haben ihre Bilanzen signifikant geschrumpft, und sie halten deutlich mehr Eigenkapital", so Hildebrand. Man habe heute viel robustere Banken als vor der Krise, was auch das Ziel der Reformen gewesen sei. Nichtsdestotrotz werde es noch weitere Veränderungen im Geschäftsmodell geben müssen.

Im Interview sagt Hildebrand zudem, dass er sich beim Vermögensverwalter Blackrock wohlfühle und kein neues Amt bei einer Schweizer Bank anstrebe, Dies, obwohl er sich mit dem Land weiterhin sehr verbunden fühle, und auch deshalb Mitbesitzer des Hotels Blausee im Berner Oberland geworden sei.

kw

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