Bruttoinlandsprodukt 14.02.2020 08:18:45

Deutsche Wirtschaft stagniert im vierten Quartal unerwartet

Deutsche Wirtschaft stagniert im vierten Quartal unerwartet

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf dem Niveau des Vorquartals und lag kalenderbereinigt um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten Wachstumsraten von 0,1 und 0,4 Prozent prognostiziert. Die Quartalsrate für das dritte Quartal wurde auf plus 0,2 (bisher: plus 0,1) Prozent revidiert, die Jahresrate auf plus 0,6 (plus 0,5) Prozent.

Nach Angaben der Statistiker kamen aus dem Inland gemischte Signale: Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben verloren nach einem sehr starken dritten Quartal zum Jahresende deutlich an Dynamik. Bei den Investitionen war das Bild zweigeteilt: Während in Ausrüstungen deutlich weniger investiert wurde als im dritten Quartal, legten die Bauinvestitionen und die Investitionen in sonstige Anlagen weiter zu.

Die aussenwirtschaftliche Entwicklung dämpfte im vierten Quartal die Konjunktur: Nach vorläufigen Berechnungen wurde preis-, saison- und kalenderbereinigt etwas weniger exportiert als im dritten Quartal. Die Importe von Waren und Dienstleistungen legten dagegen zu.

Für das gesamte Jahr 2019 bestätigte Destatis ein kalenderbereinigtes Wachstum von 0,6 Prozent.

Eurostat veröffentlicht um 11.00 Uhr eine zweite Schätzung für die BIP-Entwicklung im Euroraum im vierten Quartal. In erster Veröffentlichung, deren Bestätigung bisher erwartet wird, war ein Zuwachs von 0,1 Prozent gemeldet worden. Allerdings ist nach derzeitigem Stand in keiner der drei grössten Volkswirtschaften des Euroraums die Wirtschaft gewachsen. Frankreichs BIP sank um 0,1 Prozent und Italiens um 0,3 Prozent.

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)

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