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"Silberstreifen am Horizont" 28.11.2019 16:43:37

BAK und UBS erhöhen nach Q3-Zahlen BIP-Prognosen leicht

BAK und UBS erhöhen nach Q3-Zahlen BIP-Prognosen leicht

BAK Economics sprach von einem "Silberstreifen am Horizont" für die Schweizer Wirtschaft. Neu erwarten die Ökonomen für 2019 ein reales BIP-Wachstum von 0,8 Prozent für 2019, von 1,5 Prozent für 2020 und 1,3 Prozent für 2021, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Die bisherigen Prognosen lauteten auf 0,7, 1,3 und 1,1 Prozent.

Die Schweizer Wirtschaft sei im dritten Quartal stärker als erwartet gewachsen, schrieb BAK Economics in ihrer Mitteilung. Dies sei, zusammen mit den leicht abnehmenden wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren, ein "Silberstreifen am konjunkturellen Horizont". Im Handelskonflikt zwischen den USA und China sei zwar erst im Jahresverlauf 2020 mit wirklichen Fortschritten zu rechnen, doch das Risiko einer weiteren Eskalation habe sich zuletzt verringert.

Nachhaltiger Aufschwung kaum vor Mitte 2020

Auch die UBS sieht ein "robustes Wachstum der Schweizer Wirtschaft". Hier wurden die Prognosen für 2019 auf 0,8 von 0,7 und für 2020 auf 1,1 von 0,9 Prozent angehoben. Das sei zwar für das kommende Jahr ein leicht besseres Wachstum, liege aber "immer noch deutlich unter dem Trend".

Der Konsum, die Investitionen und die Warenvorräte hätten gleichmässig zum Wachstum beigetragen. Die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China verursache eine hohe politische Unsicherheit und dürfte damit zu einem verhaltenem Wachstum der Weltwirtschaft in der ersten Hälfte des nächsten Jahres führen, hiess es weiter.

Trotz der erfreulichen Wachstumszahlen im dritten Quartal rechnet die UBS weiterhin mit einer Eintrübung der Schweizer Konjunktur zum Jahreswechsel. Ein nachhaltiger Aufschwung der Schweizer Wirtschaft sei deshalb "kaum vor Mitte 2020 zu erwarten".

Wachstum von 0,4 Prozent im dritten Quartal

Das BIP wuchs im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Morgen mitteilte. Zum Teil sei dies Sondereffekten wie dem witterungsbedingten Rekordplus bei der Stromproduktion zu verdanken, hiess es in der Mitteilung. Doch die solide Entwicklung des Konsums und der Ausrüstungsinvestitionen zeige, dass die Schweizer Wirtschaft trotz der globalen Belastungsfaktoren wie Handelskonflikte und Brexit weiter auf einem moderaten Wachstumskurs sei.

Diese Unsicherheitsfaktoren würden allerdings noch einige Zeit die hiesige Konjunktur bremsen. Gehemmt würden dabei vor allem exportabhängige und konjunktursensitive Industriebranchen wie der Maschinenbau. Auch der starke Franken stelle weiterhin eine Herausforderung dar.

uh/kw/yr/jb

Basel (awp)

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Bildquelle: Jan Haas / Shutterstock.com,Basov Mikhail / Shutterstock.com,Vaclav Volrab / Shutterstock.com

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