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21.04.2020 13:45:37

Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stellen das Stromnetz auf die Probe

Bern (awp/sda) - Der Stromverbrauch ist wegen der Corona-Krise ungewöhnlich tief, gleichzeitig ist die Produktion aus Sonnenenergie wegen des schönen Frühlingswetters besonders hoch. Das Stromnetz ist aber stabil.

Das haben Energieministerin Simonetta Sommaruga und Vertreter der Aufsicht der nationalrätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) versichert. Das schreiben die Parlamentsdienste in einer Mitteilung vom Dienstag. Die aussergewöhnliche Situation sei stets unter Kontrolle.

Nach Angaben der Netzgesellschaft Swissgrid bezogen die Endverbraucher im März dieses Jahres rund 4861 Gigawattstunden, während der Verbrauch im März 2019 bei 5035 Gigawattstunden lag. Bei der Stromproduktion verlief die Entwicklung umgekehrt: Im März 2019 wurden insgesamt 4886 Gigawattstunden Strom produziert, im März 2020 waren es 5641 Gigawattstunden.

Problematisch ist für die Stromnetzbetreiber vor allem, dass der Verbrauch aufgrund der Corona-Krise nicht vorhergesagt werden kann. Die normalerweise angewandten Modelle versagten, erklärte Urek-Präsident Bastien Girod (Grüne/ZH) auf Anfrage.

Swissgrid hat nach eigenen Angaben verschiedene Instrumente, um auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren und das Netz zu stabilisieren. Dazu gehören der Abruf von Regelenergie und die Drosselung oder Erhöhung der Stromproduktion.

Genug AKW-Personal

Laut Urek ist auch die Sicherheit der Schweizer AKW gewährleistet. Nach Angaben von Girod ist dabei vor allem das Personal ein Problem: Die Mannschaften müssen immer eine bestimmte Grösse haben, auch bei krankheitsbedingten Ausfällen. Zudem muss sichergestellt werden, dass Spezialisten aus dem Ausland in die Schweiz einreisen können.

Ein weiteres Thema der Urek-Sitzung waren die tiefen Strompreise. Diese seien im Moment kein Grund zur Besorgnis, die Auswirkungen auf längere Frist seien aber schwierig abzuschätzen, heisst es in der Mitteilung.

Die Urek fordert den Bundesrat daher in einem Brief auf, den Energiebereich in die Massnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise einzuschliessen. Es sei entscheidend, einen Investitionsrückgang im Energiebereich zu vermeiden, hält die Kommission fest.

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