11.07.2018 15:42:46

Textildiscounter Kik stoppt wegen Trump geplanten US-Marktstart

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Textildiscounter Kik hat wegen der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump seinen geplanten Marktstart in den USA gestoppt. "Wegen des aktuell schwierigen internationalen Umfelds und des drohenden Handelskrieges zwischen Amerika und China, aber auch zwischen Amerika und Europa wäre ein Start in den USA für uns derzeit mit einem zu hohen Risiko verbunden", sagte Kik-Chef Patrick Zahn dem Handelsblatt.

Zugleich will das Unternehmen seine Kräfte auf das Wachstum in Europa konzentrieren. "Wir werden stattdessen unsere ohnehin geplante weitere Expansion in Europa noch einmal beschleunigen", kündigte Zahn an. So will der Händler noch in diesem Jahr die ersten Geschäfte in Rumänien eröffnen. Starten will er mit etwa zehn Märkten, bis Ende dieses Jahres sollen es bereits 20 sein. Voraussichtlich im kommenden Jahr, spätestens aber 2020 werden die ersten Filialen in Belgien und Frankreich eröffnet.

Auch deshalb wollte Kik nicht parallel das Abenteuer USA wagen. "Der US-Markt für sich ist bereits eine grosse Herausforderung. Darüber waren wir uns immer im Klaren", räumt Zahn ein. Die drohenden Zölle würden das Unternehmen "voll treffen und unseren Vorteil im Einkauf weitgehend zunichtemachen."

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 11, 2018 09:42 ET (13:42 GMT)

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