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30.11.2021 09:00:57

Schroders: Peter Harrison: Zwei Gründe für Optimismus nach der COP26

Schroders: Peter Harrison: Zwei Gründe für Optimismus nach der COP26

Peter Harrison
Group Chief Executive

Die COP26-Teilnehmer verständigten sich in Glasgow auf eine Vereinbarung, die auf unterschiedliche Resonanz stiess. Dennoch sollte man sich die Einzelheiten der Gemeinsamkeiten in Ruhe ansehen, die während des zweiwöchigen Gipfeltreffens verabschiedet wurden.

Das wesentliche Augenmerk liegt mit Recht auf der Reduzierung von CO2-Emissionen. Zwei wichtige andere Entwicklungen kristallisierten sich heraus, die besondere Hoffnungsträger sind: Naturkapital und CO2-Märkte.

Naturkapital - die Waffe gegen den Klimawandel

Naturkapital als ein investierbarer Vermögenswert ist ein leistungsfähiges neues Instrument im Klimakampf.

Das Konzept geht bereits Jahrzehnte zurück. Der Ökonom Ernest Friedrich Schumacher sprach während der Ölkrise 1973 erstmals von "Naturkapital". Damit meinte er, dass Ressourcen als nicht erneuerbares Kapital betrachtet werden sollten anstatt als Einmaleinkommen.

Aber erst aufgrund der Energiekrise und des wachsenden Klimanotstands von heute wird dessen Leistungsfähigkeit im Klimakampf besser verstanden.

In erster Linie ging es beim Weltklimagipfel um die Reduzierung des Treibhausgases, verursacht durch Schwerindustrie, Landwirtschaft und das Heizen. Die Rolle, die die Natur dabei spielen kann, wurde unterschätzt. Sir David Attenborough brachte die Chance des Glasgower Gipfeltreffens auf den Punkt: "Die Natur besitzt aussergewöhnliche Fähigkeiten, um Kohlendioxid zu binden, saubere Luft und sauberes Wasser bereitzustellen, vor Überschwemmungen und extremen Wetterbedingungen zu schützen und die Nahrungsmittel zu liefern, die uns ernähren."

Vermögensverwalter lösen Öko-Wende aus

Die blosse Leistungsfähigkeit der Natur kann allerdings nur genutzt werden, wenn deren wahrer Wert erkannt und berücksichtigt wird. Vermögensverwalter können eine Öko-Wende auslösen.

Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales rief die Natural Capital Investment Alliance ins Leben, ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Die 15 Mitglieder dieser Allianz haben oder werden Investmentvehikel haben, mit denen Kapital in naturnahe Projekte gelenkt wird.

Und das ist genau, was benötigt wird. Die treibende Kraft war bisher die Philanthropie: Spenden dienten zum Schutz von NGO-Projekten in südamerikanischen Regenwäldern oder asiatischen Meeresschutzgebieten. Ihre Reichweite ist jedoch begrenzt. Wie viel mehr könnte getan werden, wenn diese Projekte nicht nur grosszügige Spender, sondern auch Anleger anlockten. Selbst wenn nur ein Bruchteil von den Sondervermögen über 100 Bio. US-Dollar, die Investmentmanager verwalten, in Märkte für Naturkapital geleitet würden, wäre das ein gewaltiger Beitrag zur Abmilderung des Klimawandels.

Damit dies funktioniert, brauchen Anleger tragfähige und nachhaltige Renditen. Deshalb ist eine zweite Entwicklung bemerkenswert. Unternehmen und Staaten verwenden immer häufiger Zertifikate für die CO2-Kompensation, um ihren Fussabdruck zu verringern. Der Wert der gehandelten Zertifikate dürfte dieses Jahr auf 1 Mrd. US-Dollar ansteigen.

Globale Governance erforderlich

Mehr Arbeit ist allerdings notwendig, um diese Märkte hinter einheitlichen Werten und Standards zu vereinen. Mark Carney, der UN-Sondergesandte für Klimaschutz und Finanzen und ehemaliger Gouverneur der Bank of England, hat das mit Nachdruck hervorgehoben. Seine Taskforce zur Skalierung freiwilliger CO2-Märkte begann damit, eine globale Governance für den Markt festzulegen. Die City of London sollte und kann aufgrund ihrer internationalen Position eine Vermittlerrolle bei der Entstehung robuster CO2-Märkte übernehmen.

Mit solchen Märkten entstünde eine lebendige Preisgestaltung für das Naturkapital. Beispielsweise verdienen Projekte, die nicht nur mehr Kohlenstoff binden, sondern die Biodiversität zum Nutzen der lokalen Gemeinden verbessern, eine höhere Emissionsgutschrift. Die Nachfrage nach erstklassigen Zertifikaten dürfte wachsen und das Renditepotenzial sich deutlicher abzeichnen. Nicht ausser Acht lassen dürfen wir unsere Hauptverantwortung gegenüber Sparern. Die Geldanlage für ihre Altersvorsorge muss so investiert werden, dass sie das beste Ergebnis für ihre Zukunft und die der Gesellschaft erzielt.

Investoren, die darüber hinaus Bereiche mit dem grössten Potenzial für wertvolle, artenreiche Projekte identifizieren, erhalten einen Investitionsvorteil. Bestimmte Landstriche eignen sich zum Beispiel aufgrund besonderer Flora oder lokaler Topografie am besten für die Wiederverwilderung oder sind schützenswert. Des Weiteren gibt es Möglichkeiten, Landflächen zusammenzulegen, um Korridore für Wildtiere zu schaffen. Diesbezüglich haben wir mit Natural Capital Research, einem Spin-off der Universität Oxford, zusammengearbeitet, um diese Fähigkeit zu entwickeln.

Wenn die Märkte für Naturkapital eine ausreichende Grösse erreichen können, werden dadurch noch mehr Investitionen angelockt. Dabei ist die Unterstützung der Vermögensverwaltung selbstverständlich entscheidend. Gleiches gilt für das Abkommen über die Entwaldung. Verantwortungsbewusste Finanzinstitute verpflichteten sich, eine schädigende Forstwirtschaft aus den Lieferketten der Firmen zu verbannen, in die sie investieren oder denen sie Kredite gewähren.

Keine dieser Massnahmen löst die Klimakrise allein. Investitionen in die Natur und CO2-Zertifikate sind kein Ersatz für eine schnelle und tiefgreifende Reduzierung der Treibhausgase in der Wertschöpfungskette jedes Unternehmens. Die Investitionen dürften allerdings die Umsetzung der Vereinbarung von Paris und hoffentlich von Glasgow erhöhen.

Beginn der stillen Revolution

Die Leistungsfähigkeit freier Märkte, einen deutlichen Wandel im Naturschutz herbeizuführen, beflügelt mich. In der Klimadebatte wird der Kapitalismus häufig kritisiert, stattdessen könnte und sollte seine blosse Macht auf das gemeinsame Ziel ausgerichtet werden: Die Temperaturen auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Damit wird gezeigt, wie die Branche mehr als nur Gewinne erzeugt.

Eine stille Revolution hat die Investitionen in die Umwelt ergriffen und sie wird definitiv die Welt verändern.

Hier erfahren Sie mehr: https://www.schroders.com/de/ch/asset-management/insights/

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