20.03.2020 12:05:43

Scholz-Sprecher: Volumen des geplanten Rettungsfonds steht noch nicht fest

Von Andreas Kissler

BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium hat grundsätzlich bestätigt, dass die Regierung einen umfangreichen Rettungsschirm für Unternehmen spannen will, die wegen der Coronavirus-Pandemie in Not geraten. Das in einem Magazinbericht genannte Volumen von 500 Milliarden Euro steht demnach aber noch nicht fest. Der Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sei "grundsätzlich nicht falsch, Volumen sind noch nicht geeint", teilte der Sprecher von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Steffen Hebestreit, Dow Jones Newswires in einer SMS mit.

Das Magazin hatte berichtet, das neue Instrument solle Unternehmen vor der Pleite retten, indem es Garantien für ihre Verbindlichkeiten ausspreche oder tatsächlich Kapital zuschiesse, was auf eine Teilverstaatlichung hinausliefe. Vorbild sei der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). Die neue Konstruktion solle vor allem mit Garantien ausgestattet werden, dürfe aber auch selbst neue Schulden aufnehmen. Für den Fall, dass in der aktuellen Krise auch Banken aufs Neue in Not geraten, wolle die Regierung zudem den Soffin wiederbeleben.

Im Finanzministerium werden demnach staatliche Hilfen und Unterstützungsprogramme im Umfang von bis zu 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwogen. Das wären in absoluten Zahlen rund 180 Milliarden Euro, für die sich der Bund verschulden müsste. Nach Einschätzung von Beamten im Finanzministerium wäre es laut dem Bericht aber auch kein Problem, die Hilfen auf eine Summe von 700 Milliarden zu steigern.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 20, 2020 07:05 ET (11:05 GMT)

Fondsfinder

Fondsname:
Fondsgesellschaft:
Fondsart:
 
Ausgabeaufschlag:
Mindestalter:
Währung:
Jahresperformance:
Volumen:
Sortieren nach:
Suchen

Finanzen.net News

pagehit