Stabilisierungsfonds 26.03.2018 09:59:48

IWF macht eigenen Vorschlag für Europäischen Währungsfonds

IWF macht eigenen Vorschlag für Europäischen Währungsfonds

Der IWF schlägt vor, dass die Länder des Euroraums in wirtschaftlich normalen Zeiten jährlich 0,35 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) in einen "Makroökonomischen Stabilisierungsfonds" einzahlen, was erfahrungsgemäss ausreichen sollte, um einen grossen Teil der "automatischen Stabilisatoren" zu finanzieren.

Weil aber die akkumulierten Mittel dieses Fonds nicht ausreichen dürften, die Folgen eines schweren Schocks zu absorbieren, schlägt der IWF vor, dass der in Aussicht gestellte Fonds die Erlaubnis bekommen soll, sich Geld zu borgen. Hilfsprogramme für angeschlagene Länder finanziert derzeit der Rettungsfonds ESM, der dazu Anleihen begibt. Allerdings wird der ESM nur auf einstimmigen Beschluss der Euro-Ländern tätig.

Für den von ihm vorgeschlagenen Fonds regt der IWF jedoch eine "automatische" Arbeitsweise an. Zahlungen sollen auf Basis eines "transparenten zyklischen Indikators" vorgenommen werden. Zugleich soll Moral Hazard mit neu erarbeiteten, strikten Fiskalregeln verhindert werden, deren Durchsetzung "stärker automatisch" erfolgt.

Nach Einschätzung des IWF wäre ein solcher "Makroökonomischer Stabilisierungsfonds" politisch nur akzeptabel, wenn er nicht zu ständigen Transfers führt. Verhindern könne man das beispielsweise dadurch, dass ein Zahlungsempfänger nach seiner wirtschaftlichen Erholung eine Art Nutzungsgebühr auf den erhaltenen Gesamtbetrag zahle, meint der IWF. Ausserdem könnten Obergrenzen für einzelne Länder eingeführt werden.

DJG/hab/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: MANDEL NGAN/AFP/Getty Images

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