| Rasche Reaktion |
11.03.2026 22:48:00
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Iran-Konflikt: Drei Sektoren, die Anleger jetzt im Blick haben sollten
Am 28. Februar veränderte die "Operation Epic Fury" die geopolitische Landschaft grundlegend: US-amerikanische und israelische Streitkräfte griffen koordiniert iranische Ziele an und tun dies immer noch, eliminierten Revolutionsführer Khamenei und zielen auf das Nuklearprogramm des Landes.
Während der S&P 500 die Entwicklung zunächst kaum quittierte, schoss der Brent-Rohölpreis nach oben, was die europäischen Indizes deutlich stärker unter Druck brachte aufgrund der hohen Abhängigkeit Europas von Energieimporten. Entscheidend für die Preisreaktion ist die praktisch vollständige Blockade der Strasse von Hormuz, über die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt werden.
Für Anleger stellt sich die Frage, welche Sektoren strukturell von dieser Eskalation profitieren könnten. Drei Bereiche stechen hervor. Erstens der Energiesektor: Höhere Ölpreise weiten die Margen von Öl- und Gasförderern direkt aus und die Angebotsknappheit dürfte so lange anhalten, wie der Konflikt ungelöst bleibt.
Zweitens der Verteidigungssektor. Nicht nur die direkten Kriegsteilnehmer erhöhen ihre Rüstungsausgaben, der gesamte NATO-Raum sowie Länder wie Südkorea nehmen den Konflikt zum Anlass für dauerhaft höhere Verteidigungsbudgets. Eine dritte Fokus-Branche, die vom Konflikt angetrieben wird: Cyber Security. Der Iran-Krieg ist auch ein Krieg im digitalen Raum. Staatliche und nichtstaatliche Akteure intensivieren Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Finanzsysteme und militärische Kommunikation, die Nachfrage nach Schutztechnologien dürfte strukturell steigen. Anlegern stehen zur Umsetzung und Risikostreuung wieder starke ETF-Lösungen zur Verfügung.
Der Xtrackers MSCI World Energy UCITS ETF 1C bildet den MSCI World Energy Index ab und bietet Zugang zu den wichtigsten Energiekonzernen der Industrieländer. Mit einem Fondsvolumen von 1'366 Mrd. Fr. und einer Gesamtkostenquote von lediglich 0.25 Prozent jährlich gehört der physisch replizierende Fonds zu den kosteneffizientesten seiner Kategorie. Die drei grössten Positionen - Exxon Mobil (17.85 Prozent), Chevron (10.51 Prozent) und Shell (7.71 Prozent) - zählen zu den direkten Nutzniessern steigender Rohstoffpreise.
Der VanEck Defense UCITS ETF A ist mit einem Fondsvolumen von 7'161 Mrd. Fr. der mit Abstand grösste Fonds im globalen Verteidigungssegment und bildet den MarketVector Global Defense Industry Index nach. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0.55 Prozent. Zu den grössten Positionen zählen RTX (9.16 Prozent), Palantir Technologies (8.20 Prozent) sowie das französische Rüstungselektronikunternehmen Thales SA (7.70 Prozent). Der Fonds ist geographisch breit aufgestellt, mit einem US-Anteil von rund 47 Prozent und bedeutenden europäischen sowie asiatischen Komponenten.
Der L&G Cyber Security UCITS ETF bildet den ISE Cyber Security UCITS Index nach und investiert in weltweit führende Unternehmen aus dem Bereich digitale Sicherheit. Das Fondsvolumen beläuft sich auf 1'931 Mrd. Fr., die TER liegt bei jährlich 0.69 Prozent. Broadcom (7.47 Prozent), Cisco Systems (6.87 Prozent) und CrowdStrike Holdings (6.35 Prozent) führen das Portfolio der 31 Positionen an. Der aktuelle Aufwärtsimpuls im Kurs kommt dabei zur rechten Zeit, nachdem der ETF seit Jahresanfang auch wegen der KI-Diskussionen gelitten hatte.
Fazit: Der Iran-Konflikt hat innerhalb weniger Tage drei Investmentthemen neu in den Fokus gerückt, die sich gegenseitig ergänzen: Energie als unmittelbarer Profiteur der Preissteigerung, Verteidigung als Reaktion auf eine dauerhaft erhöhte geopolitische Risikolage und Cyber Security als strukturell wachsender Begleiter moderner Kriegsführung.
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