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21.02.2026 23:46:00
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Bitcoin-ETFs unter Druck: Institutionelle Investoren ziehen Gelder ab
Spot-Bitcoin-ETFs in den USA geraten zunehmend unter Druck - was steckt hinter den jüngsten Entwicklungen und wie reagieren Anleger darauf?
• Der Bitcoin-Kurs steht spürbar unter Druck
• Positive Impulse konnten bisher keine spürbare Erholung auslösen
Lange Zeit galt Bitcoin als Anlage für technikaffine und risikofreudige Investoren. Durch die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs soll die Kryptowährung für eine breitere Anlegerschaft zugänglich werden.
Spot-Bitcoin-ETFs in den USA
Am 10. Januar 2024 haben die USA erstmals die Zulassung von Spot-Bitcoin-ETFs erteilt. Seitdem sind dort verschiedene Produkte unter anderem von Anbietern wie BlackRock und Fidelity erhältlich. Anleger in den USA können dadurch nun direkt in Bitcoin investieren - reguliert und über die Börse, was insbesondere für institutionelle Investoren einen bedeutenden Schritt nach vorne darstellt. In Europa, einschliesslich Deutschland, gibt es solche ETFs bislang nicht, da die UCITS-Richtlinien Anleger vor ungeeigneten Finanzinstrumenten schützen und entsprechende Fonds nicht zulassen.
Durchschnittlicher Kaufpreis im Minus
Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, wies in einem Post auf X (ehemals Twitter) am 02. Februar 2026 darauf hin, dass der Bitcoin-Preis aktuell unter dem durchschnittlichen Einstandspreis der US-ETFs notiere, nachdem in den letzten beiden Januarwochen ungewöhnlich hohe Mittelabflüsse verzeichnet worden seien.
BTC is trading below the U.S. ETFs avg cost basis after the 2nd & 3rd biggest outflow weeks ever (last week and week before)
- Alex Thorn (@intangiblecoins) February 2, 2026
(and last week’s outflow will increase after IBIT reports friday’s numbers tomorrow)
this means the average bitcoin ETF purchase is underwater pic.twitter.com/XowzrnBaSM
Anhaltende Mittelabflüsse belasten Bitcoin-ETFs
Einem Bericht von BeInCrypto zufolge lässt die Nachfrage nach Spot-Bitcoin-ETFs in den USA deutlich nach, wodurch diese zunehmend unter Druck geraten: Die insgesamt zwölf Produkte verzeichneten dieses Jahr bereits Abflüsse von rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Über die letzten drei Monate summierten sich die Geldabflüsse aus den ETFs sogar auf rund 6 Milliarden US-Dollar, wie es unter Berufung auf Daten von SoSoValue heisst.
Zudem hätten die Bitcoin-ETFs seit ihrer Zulassung durch die US-Börsenaufsicht SEC vor zwei Jahren keine vergleichbare Verlustphase erlebt, was Beobachter als Zeichen einer sinkenden Nachfrage werten. Dem Bericht zufolge bestätigen Daten von CryptoQuant den rückläufigen Trend bei den Bitcoin-ETFs: Seit Jahresbeginn zogen demnach Anleger rund 4.595 Bitcoin aus den zwölf Fonds ab.
Anlegerstimmung und Kursentwicklung
Die sinkende Nachfrage fällt mit einer rückläufigen Kursentwicklung von Bitcoin zusammen: Laut Daten von CoinMarketCap hat die Kryptowährung seit ihrem Rekordhoch von 126.198,07 US-Dollar im Oktober 2025 deutlich an Wert verloren. Bitcoin notiert derzeit bei knapp 67'600,18 US-Dollar und hat seit seinem Rekordhoch etwa 46 Prozent an Wert eingebüsst (Stand: 17.02.2026).
Angaben von BeInCrypto zufolge erklärte Jim Bianco, Gründer von Bianco Research, dass Märkte darauf ausgelegt seien, künftige Entwicklungen frühzeitig einzupreisen und selbst positive Impulse - etwa die Besetzung wichtiger wirtschaftlicher Posten mit Befürwortern von Kryptowährungen - keinen Erholungstrend ausgelöst hätten und fügt hinzu, dass die Etablierung von Bitcoin im Markt inzwischen vollständig eingepreist sei, sodass die Kryptowährung wieder als risikoreiche und volatile Anlage gelte.
Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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