Vermietungsmärkte

Wirtschaft

Es bleibt aktuell schwer abzuschätzen, wie stark sich der Coronavirus letztlich auf die Wirtschaft weltweit und speziell in Europa auswirken wird. Zusätzlich zu krankheitsbedingten Arbeitsausfällen, wird die Aktivität ebenfalls von einer weiten Palette an behördlichen Massnahmen zur Eindämmung oder Verlangsamung der Ausbreitung eingeschränkt. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint die einheitlich Einschätzung zu sein, dass die Auswirkungen eher gering sein werden und dass (mit wenigen Ausnahmen), die negativen Auswirkungen in der 1. Jahreshälfte 2020 in der 2. Jahreshälfte ausgeglichen werden. Auch sollten die Auswirkungen auf die Inflation gering sein, da höhere Preise für Importe aus Asien durch niedrigere Öl- und Rohstoffpreise ausgeglichen werden sollten.

Büro und Logistik

Im Bezug auf Anmietungsentscheidungen könnten Nutzer zur Zurückhaltung neigen, während sie die wirtschaftlichen Folgen auf ihr Unternehmen analysieren. Auch vorübergehende betriebliche Einschränkungen auf Mieter- und Vermieterseite beeinträchtigen die Aktivität. Auf vielen Büromärkten mangelt es jedoch nach wie vor an hochwertigen Flächen, und Unternehmen werden ihre mittelfristigen Planungen in Bezug auf Arbeitsplatzgestaltung und Standortplanung weiter verfolgen. Daher wird ein Rückgang der Vermietungsleistung im 1. Hj voraussichtlich in der zweiten Hälfte ausgeglichen. Die aktuelle Situation dürfte aber Druck auf die Anbieter von flexiblen Büroflächen ausüben, wenn Kunden solche Flächen meiden und etwa von zu Hause arbeiten.

In der Logistikbranche kommt es in der 1. Jahreshälfte zu Beeinträchtigungen in den Lieferketten, aber auch hier ist es unwahrscheinlich, dass die Nutzer ihre mittelfristigen Planungen grundlegend ändern. Zudem könnten die Auswirkungen des Virus den Onlinehandel steigern. Und langfristig ist es möglich, dass das Virus in Verbindung mit z.B. einem wachsendem Protektionismus Unternehmen dazu ermutigt, Produktionsstätten zurück nach Europa zu verlagern oder und mehr Lagerbestände in Europa zu halten.

Einzelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel dürfte kurzfristig einen Umsatzsprung verzeichnen, da sich viele Verbraucher bevorraten. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass diese Bestände nach dem Ende des Virus abgebaut werden, was zu schwächeren Umsätzen im späten Frühjahr/Frühsommer führt. Einkaufsstrassen und Shopping Center dürften insbesondere in besonders betroffenen Gebieten kurzfristig einen Rückgang der Passantenfrequenz verzeichnen.

Hotels, Freizeit, Gastronomie, Touristik

Hotels, Gastronomie, Touristik, Freizeitangebote und Veranstaltungsorte, die auf Konferenzen und Reiseaktivität angewiesen sind, dürften kurzfristig einen starken Einkommensrückgang haben. Es ist ungewiss, ob die Erholung nach dem Virus dies kompensieren wird.

Baufertigstellungen

Eine Beeinträchtigung des Baugewerbes (fehlendes Material, Mangel an Arbeitskräften) könnte Projekte vorübergehend verzögern und die Kosten erhöhen. Auch das Vertrauen von Projektentwicklern könnte kurzfristig beeinträchtigt werden, wodurch ggf. Projekte verzögert werden.

Investmentmärkte

Zinsen und Geldpolitik

Obwohl viele Zentralbanken (EZB, BoJ, SNB) nur begrenzten Spielraum für Zinssenkungen haben, könnten die jüngsten Kürzungen durch Fed und BoE, sowie kurzfristige Programme wie der Kauf von Anleihen bei den meisten Arten von direkten Immobilien zu einer weiteren Renditekomprimierung führen. Da die Aktienmärkte volatil sind, könnten einige Anleger auch mehr in Immobilien investieren.

Investmentaktivität

Das Investitionsvolumen im 1. Hj dürfte geringer ausfallen, da einige Verkäufer geplante Veräusserungen zurücknehmen, über Befürchtungen, dass ein schwächeres Wirtschaftswachstum, sowie betriebliche Einschränkungen auf der Käuferseite oder bei Banken / Maklern / Notaren die Preisgestaltung negativ beeinflussen könnten. Viele Unternehmen (einschliesslich Schroders) haben nicht essentielle Geschäftsreisen untersagt. Dies dürfte grenzüberschreitende Transaktionen vorübergehend beeinträchtigen. Im Allgemeinen sind etwa Amsterdam, London und Madrid stärker von grenzüberschreitende Transaktionen beeinflusst, als die deutschen Grossstädte, Paris und Stockholm (siehe Grafik unten). Die Verschiebung der MIPIM und die Absage anderer Veranstaltungen könnten sich geringfügig auf die Vermarktung und / oder die Geschwindigkeit des Abschlusses von Investitionstransaktionen auswirken. Die Situation in China könnte einige chinesische Investoren dazu zwingen, ihre europäischen Immobilien zu verkaufen, um Kapital zu generieren. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das Virus die grundlegenden Attraktivität von Immobilieninvestitionen verändert. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass das Investitionsvolumen in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder deutlich ansteigen wird.

Immobilienbewertung

Schroders Gutachter haben bestätigt, dass sie keine unmittelbaren Pläne haben, den Bewertungen eine sog. "Material Uncertainty"-Klausel hinzuzufügen. Dies kann sich jedoch ändern, wenn die Auswirkungen des Virus schwerwiegender sind als erwartet.

Einfluss grenzüberschreitender Transaktionen1

Quelle: RCA, Schroders. Februar 2020. Daten basierend auf allen Assetklassen.

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