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11.05.2026 23:47:00
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Preiskrieg an der Wall Street: Morgan Stanley unterbietet Konkurrenz beim Krypto-Handel
Das Institut Morgan Stanley erweitert das Angebot im Kryptomarkt und führt erstmals direkten Handel mit digitalen Vermögenswerten auf der Handelsplattform ein.
• Pilotphase mit Bitcoin, Ethereum und Solana
• Niedrigere Gebühren als Coinbase, Robinhood und Schwab
Die US-Bank Morgan Stanley greift im Krypto-Handel an. Wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht, testet das Institut derzeit ein entsprechendes Angebot für ausgewählte Nutzer. Der breitere Rollout für die insgesamt 8,6 Millionen E*Trade-Kunden soll noch im Laufe des Jahres erfolgen.
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Derzeit befindet sich das Angebot noch in einer Pilotphase. Zunächst sollen nur ausgewählte Kunden Zugriff erhalten. Gehandelt werden können demnach zunächst die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und Solana (SOL).
Kampf um Marktanteile über den Preis
Im Zentrum der neuen Strategie steht die Preisgestaltung. Laut Bloomberg verlangt Morgan Stanley für Kryptotransaktionen 50 Basispunkte beziehungsweise 0,5 Prozent pro Trade. Damit liegt das Angebot laut dem Bericht unter den üblichen Gebühren von Wettbewerbern wie Coinbase, Robinhood und Charles Schwab, die Gebühren von 60 bis 95 Basispunkten verlangen.
Die Initiative ist jedoch mehr als nur ein neues Handelsangebot, sondern vielmehr der Versuch, bestehende Zwischenhändler im Kryptomarkt zu verdrängen. "Hier geht es um weit mehr als nur den Handel mit Kryptowährungen zu einem günstigeren Tarif", erklärte Jed Finn, Leiter des Wealth Management bei Morgan Stanley. "Unsere Strategie ist gewissermassen eine Disintermediation der Disintermediäre", so der Manager Bloomberg zufolge.
Ausbau der Krypto-Offensive
Der neue Handelsservice ist Teil einer breiteren Expansion der Bank im Bereich digitaler Vermögenswerte. So hatte Morgan Stanley zuletzt bereits Produkte rund um Spot-Bitcoin-ETFs und Kryptowährungen aufgelegt oder vorbereitet. Darüber hinaus prüft das Institut offenbar weitere Funktionen, darunter Möglichkeiten zur Umwandlung von Kryptowährungen in börsengehandelte Produkte sowie Angebote im Bereich tokenisierter Aktien.
Druck auf Coinbase und andere Plattformen steigt
Der Einstieg von Morgan Stanley erhöht den Wettbewerbsdruck im US-Kryptomarkt deutlich. Ohnehin schon zählen klassische Brokerhäuser und Banken den Kryptohandel zunehmend zu einem strategisch wichtigen Wachstumsfeld. Besonders für reine Kryptoplattformen könnte diese Entwicklung relevant werden, weil die etablierten Banken Millionen bestehende Kundenbeziehungen mitbringen und Kryptoangebote direkt in regulierte Wertpapierdepots integrieren können.
Was das für Privatanleger bedeutet
Für Privatanleger dürfte der Einstieg grosser Banken den Zugang zu Kryptowährungen einfacher machen. Wer bereits ein Wertpapierdepot bei klassischen Brokern nutzt, könnte digitale Vermögenswerte künftig ohne zusätzliche Kryptobörse handeln. Gleichzeitig deutet der verschärfte Wettbewerb auf sinkende Gebühren im Markt hin.
Anleger sollten dennoch genau prüfen, welche Kosten tatsächlich anfallen, welche Kryptowährungen handelbar sind und wie Verwahrung sowie Regulierung organisiert werden. Gerade bei neuen Angeboten lohnt ein Vergleich mit bestehenden Handelsplattformen hinsichtlich Gebührenstruktur, Spreads und Sicherheitsstandards.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch
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