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09.09.2026 21:16:00
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Franken, Euro und Dollar vor Notenbankentscheiden im Blick
Der US-Dollar hat am Mittwochabend gegenüber dem Franken und dem Euro zugelegt.
Der "Greenback " hat mit 0,8104 Franken am Abend deutlich Boden gut gemacht (Nachmittag: 0,8078). Der Euro hat zum US-Dollar in dieser Zeitspanne ebenfalls leicht an Terrain eingebüsst und wird derzeit zu 1,1629 nach zuvor 1,1647 gehandelt. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro kostet am Abend 0,9424 Franken und damit etwas mehr als am späten Nachmittag mit 0,9409.
In Europa und in den Vereinigten Staaten standen im Tagesverlauf keine wichtigen Konjunkturdaten im Kalender. Spannender dürfte es im weiteren Wochenverlauf werden, beginnend am Donnerstag mit der EZB-Zinsentscheidung. Angesichts des Inflationsdrucks wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet.
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"Bei der EZB-Sitzung wird es darauf ankommen, ob der Rat nach der erwarteten Zinsanhebung morgen weitere Zinserhöhungen signalisiert oder nicht, da der Markt noch die Chance einer weiteren Zinsanhebung bis Jahresende und sogar darüber hinaus sieht", schreiben die Experten der Commerzbank. Man erwarte hingegen ein Ende des Zinssenkungszyklus. "Muss der Markt seine Erwartungen nach unten anpassen, dürfte der Euro nachgeben."
Am Freitag folgen Inflationsdaten aus den USA, die wichtige Impulse für die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche liefern dürften. Am Markt wird eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen. Insbesondere der Iran-Krieg sorgt für weiter hohe Ölpreise und schürt Inflationssorgen. Ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November kostete erstmals seit Juli wieder mehr als 100 US-Dollar. Trotz steigender Ölpreise und zunehmender Inflationssorgen kann er seine Rolle als "sicherer Hafen" damit einmal mehr nicht ausspielen. Insgesamt halten sich die Bewegungen am Devisenmarkt im Vorfeld der anstehenden Notenbankentscheide aber in engen Grenzen.
Der US-Dollar kostet gegen Mittag 0,8098 Franken und damit etwas mehr als am frühen Morgen mit 0,8084 Franken. Auch der Euro hat gegenüber dem Franken zugelegt und wird aktuell zu 0,9420 Franken gehandelt nach 0,9406 Franken am Morgen. Beim Währungspaar EUR/USD es dagegen kaum Bewegung und dieses notiert mit 1,1633 praktisch unverändert.
Wichtige Konjunkturdaten stehen am Mittwoch nicht auf der Agenda. Mehr Impulse dürften im weiteren Wochenverlauf von den Notenbanken und neuen Inflationsdaten kommen. Am Donnerstag entscheidet die Europäische Zentralbank über ihre Geldpolitik. Angesichts der hartnäckigen Inflation wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet.
Am Freitag folgen dann die US-Inflationsdaten. Diese dürften wichtige Hinweise für die Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche liefern. Mittlerweile rechnet eine Mehrheit der Marktteilnehmer auch dort mit einer weiteren Zinserhöhung. Zusätzlichen Preisdruck erzeugen die wegen des Iran-Kriegs weiterhin hohen Ölpreise, die die Inflationssorgen zuletzt wieder verstärkt haben.
Der nächste Zentralbankzyklus dürfte laut einem Kommentar der Saxo Bank weniger von einer einheitlichen Inflationsbekämpfung, als von den Zinsunterschieden zwischen den Ländern und den Staatsfinanzen geprägt sein. Während der Yen durch höhere japanische Renditen an Attraktivität verliere, könnte der Franken wegen der weiterhin sehr tiefen Zinsen als Funding-Währung interessanter werden, heisst es. Allerdings berge dies er wegen der geringeren Liquidität auch Risiken und auch eine abrupte Aufwertung in Stressphasen sei nicht auszuschliessen.
awp-robot/an/ra
Zürich (awp)
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