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Zeitenwende 16.04.2026 23:47:00

Finzanzmärkte vor dem Schock? Experte warnt vor historischer Korrektur - und favorisiert Bitcoin

Finzanzmärkte vor dem Schock? Experte warnt vor historischer Korrektur - und favorisiert Bitcoin

Bestseller-Autor Robert Kiyosaki warnt vor einer historischen Zeitenwende im Finanzsystem - und setzt als Schutz vor Krise und Inflation vor allem auf Bitcoin.

• Kiyosaki sieht historische Zeitenwende im Finanzsystem
• Experte sieht Bitcoin als Schutz vor Krise
• Auch Gold und Silber als Absicherung sinnvoll

Der Bestseller-Autor Robert Kiyosaki sieht das globale Finanzsystem an einem historischen Wendepunkt. Der Autor des Finanzklassikers "Rich Dad Poor Dad" argumentiert in einem kürzlichen Beitrag auf der Plattform X, dass ein wirtschaftlicher Zyklus, der vor mehr als fünf Jahrzehnten begonnen habe, nun in seine entscheidende Phase eintrete. Als Konsequenz empfiehlt er Investoren verstärkt Bitcoin, aber auch Gold und Silber - Vermögenswerte, die er als "echtes Geld" bezeichnet. Dabei sieht Kiyosaki die Wurzeln der heutigen wirtschaftlichen Spannungen in einem entscheidenden Jahr der Finanzgeschichte: 1974.

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Finanzmärkte im Umbruch: Der Wendepunkt von 1974

Kiyosaki bezeichnete das Jahr 1974 als Beginn einer Entwicklung, die das globale Finanzsystem grundlegend verändert habe. "Die Zukunft, die 1974 geschaffen wurde, ... ist angekommen", schrieb er in seinem X-Beitrag vom 04. April.

Der Investor verweist dabei auf zwei zentrale Entwicklungen: die Etablierung des sogenannten Petrodollar-System sowie Veränderungen im US-Rentensystem. Beide Faktoren hätten langfristig zu wachsender Verschuldung, Inflation und einer stärkeren finanziellen Belastung der Bevölkerung geführt.

Ein wichtiger Meilenstein sei laut ihm auch der Employee Retirement Income Security Act gewesen. Das Gesetz reformierte die Altersvorsorge in den USA und ebnete den Weg für stärker marktabhängige Systeme.

Experte sieht mehr Risiko für Sparer und Rentner

Kiyosaki argumentiert, dass dieser Wandel viele Arbeitnehmer stärker den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt habe. Klassische Betriebsrenten mit garantiertem Einkommen seien zunehmend durch kapitalmarktbasierte Modelle wie dem 401(k)-Plan ersetzt worden.

Die Folgen könnten sich laut Kiyosaki bald zeigen. "Millionen von Babyboomern werden bald feststellen, dass sie kein Einkommen haben, sobald sie aufhören zu arbeiten", warnte er auf X. Seiner Einschätzung nach habe das System damit ein strukturelles Problem geschaffen: Während Staaten und Zentralbanken immer mehr Geld in Umlauf bringen, müssten Bürger ihr Altersvermögen zunehmend selbst über volatile Märkte sichern.

Kiyosaki setzt auf Bitcoin, Gold und Silber

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Autor seit Jahren alternative Wertaufbewahrungsmittel. Neben Gold und Silber gehört dazu vor allem Bitcoin, den Kiyosaki als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung betrachtet.

In einem älteren X-Post vom 16. März, warnte er bereits vor einer möglichen grossen Finanzblase. Sollte diese platzen, könnten knappe Vermögenswerte stark profitieren. In diesem Szenario hält Kiyosaki sogar einen extremen Preisanstieg für möglich und stellte in Aussicht, dass Bitcoin innerhalb eines Jahres nach einem Crash auf 750'000 US-Dollar steigen könnte.

Seine Argumentation basiert auf der global wachsenden Geldmenge. Historisch hätten expansive Geldpolitiken häufig zu starken Preissteigerungen bei Vermögenswerten mit begrenztem Angebot geführt - ein Muster, das sich laut Kiyosaki wiederholen könnte.

Pessimismus am Kryptomarkt als mögliches Kontra-Signal?

Interessanterweise trifft Kiyosakis Krypto-Optimismus derzeit auf eine eher skeptische Marktstimmung. Laut Daten der Krypto-Analyseplattform Santiment, ist die negative Stimmung gegenüber Bitcoin zuletzt deutlich gestiegen.

Das Verhältnis von bullischen zu bärischen Kommentaren in sozialen Netzwerken sei auf 0,81 gefallen - ein Wert, der auf einen Mangel an Optimismus unter Marktteilnehmern hinweist. Gleichzeitig gilt eine solche Stimmung unter Analysten häufig als mögliches Kontra-Signal: Extreme Skepsis kann historisch mit einer bevorstehenden Kurserholung zusammenfallen.

Ob sich Kiyosakis Prognose bewahrheitet, bleibt offen. Für den prominenten Investor steht die Weltwirtschaft jedoch an einem historischen Punkt - und der nächste grosse Finanzzyklus könnte bereits begonnen haben.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

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