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| Japans Krypto-Wende |
14.03.2026 23:01:00
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Finanzplatz Tokio: Die Bedeutung von Stablecoins für die nationale Digital-Strategie
Japans Grossbanken und Finanzkonglomerate wollen den Yen auf die Blockchain bringen. Yen-Stablecoins sollen dem Land eine Schlüsselrolle in der digitalen Finanzwelt sichern.
• Die Regierungspartei LDP veröffentlichte im April 2024 ein Web3-Weissbuch mit elf Handlungsfeldern
• SBI Holdings und Startale Group entwickeln den Stablecoin JPYSC gemeinsam
Politischer Rückenwind und mächtige Akteure
Japan positioniert sich seit der Veröffentlichung eines Web3-Weissbuchs durch die Regierungspartei LDP im April 2024 offensiv als globales Zentrum für Blockchain-Technologie. Das Dokument formulierte elf Handlungsfelder, darunter Stablecoins, Steuerreform und Security Tokens. Seit dem Amtsantritt von Premierministerin Sanae Takaichi im Oktober 2025 hat diese Agenda an Dynamik gewonnen. Wie Startale-Group-CEO Sota Watanabe gegenüber Cointelegraph am 27. Februar 2026 erklärte, werde Takaichi in der Krypto-Branche als strategisch eng an die Trump-Administration angelehnt wahrgenommen, was die lokale Krypto-Adoption beschleunige.
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Zu den treibenden Kräften gehört der Finanzkonzern SBI Group unter Führung von Yoshitaka Kitao. Gemeinsam mit Startale entwickelte SBI den Stablecoin JPYSC, der als erstes Treuhandbank-gestütztes Yen-Stablecoin-Projekt Japans gilt. Einer Mitteilung der Startale Group vom Februar 2026 zufolge wird JPYSC von der Shinsei Trust & Banking herausgegeben und soll im zweiten Quartal 2026 an den Start gehen. Der Vertrieb erfolgt über SBI VC Trade, die Krypto-Handelsplattform des SBI-Konzerns.
Der Yen-Carry-Trade wird digital
Der japanische Yen ist laut Daten des Internationalen Währungsfonds mit einem Anteil von 5,82 Prozent an den globalen Devisenreserven die drittwichtigste Reservewährung der Welt. Ein wesentlicher Grund für diese Bedeutung ist der sogenannte Carry Trade: Investoren leihen sich günstig Yen, tauschen die Mittel in höher verzinste Währungen und investieren in renditestarke Anlagen. Dieses Prinzip soll mit JPYSC erstmals auf der Blockchain abgebildet werden. Gegenüber Cointelegraph erklärte Watanabe, dass globale Investoren und Institutionen den Yen-Carry-Trade künftig rund um die Uhr und in Echtzeit abwickeln könnten, anstatt auf überlappende Handelszeiten zwischen Japan und den USA angewiesen zu sein.
Neben SBI und Startale planen auch Japans drei grösste Banken eine gemeinsame Stablecoin-Initiative. Laut einem Reuters-Bericht vom 17. Oktober 2025, der sich auf die Wirtschaftszeitung Nikkei stützt, wollen Mitsubishi UFJ Financial Group, Sumitomo Mitsui Financial Group und Mizuho Financial Group gemeinsam eine an den Yen gekoppelte digitale Währung herausgeben. Die Banken arbeiten demnach an einer einheitlichen Infrastruktur, über die Firmenkunden Stablecoins untereinander transferieren können.
Der Yen-Carry-Trade wird digital
Trotz der institutionellen Dynamik bleibt die Beteiligung japanischer Privatanleger am Krypto-Markt verhalten. Ein Hauptgrund ist die Besteuerung: Gewinne aus Kryptowährungen werden in Japan als sonstige Einkünfte behandelt und können mit bis zu 55 Prozent besteuert werden. Einem Bericht von Reuters vom 17. November 2025 zufolge, der sich auf die Tageszeitung Asahi stützt, plant die japanische Finanzaufsicht FSA, 105 Kryptowährungen, darunter Bitcoin und Ethereum, als Finanzprodukte einzustufen. Damit würde der Steuersatz auf einen pauschalen Satz von 20 Prozent sinken und sich an der steuerlichen Behandlung von Aktiengewinnen orientieren.
Der entsprechende Gesetzentwurf soll im Rahmen der ordentlichen Parlamentssitzung 2026 eingebracht werden. In der Krypto-Branche wird allerdings befürchtet, dass die Umsetzung sich bis 2028 verzögern könnte. Watanabe kritisierte das Tempo gegenüber Cointelegraph mit den Worten, angesichts der Beschleunigung der Onchain-Finanzierung in den USA sei eine Steuersenkung bereits 2027 notwendig, um den Anschluss nicht zu verlieren.
D. Maier / Redaktion finanzen.ch
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