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22.02.2021 17:09:37

Devisen: Euro steigt deutlich über 1,21 US-Dollar

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Montag nach einem robusten Ifo-Geschäftsklima gestiegen. Am Nachmittag legte die Gemeinschaftswährung bis auf ein Tageshoch bei 1,2154 US-Dollar zu, nachdem sie am Morgen zeitweise unter 1,21 Dollar gefallen war. Zuletzt kostet der Euro 1,2139 Dollar.

Zum Franken notiert der Euro mit 1,0887 Franken gegenüber dem Freitagabend etwas höher. Nach einem festen Start stieg er vorübergehend gar über die Marke von 1,09 bis auf 1,0916 Franken, verlor dann aber wieder etwas an Wert. Das Währungspaar USD/CHF hat sich über den ganzen Tag hinweg nur wenig bewegt und kostet mit 0,8971 Franken etwa gleich viel wie am Freitagabend.

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Gestützt wurde der Euro durch robuste Konjunkturdaten aus Deutschland. In der grössten Volkswirtschaft des Währungsraums hat sich die Stimmung in den Unternehmen im Februar trotz Corona-Beschränkungen aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima erreichte den höchsten Stand seit Oktober. Der Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturindikators fiel ausserdem deutlich stärker als erwartet aus. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Zukunftsaussichten besser.

"Das war eine deutlich positive Überraschung", sagte Uwe Burkert, Chefökonom der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Offenbar schauten die Unternehmen durch die Risiken einer dritten Corona-Welle hindurch. Auch die bislang nur zögerlichen Fortschritte der Impfungen haben die Konjunkturhoffnungen in den deutschen Unternehmen nicht eingetrübt.

Aussagen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde konnten den Euro am Nachmittag nicht nennenswert bewegen. Demnach will die EZB die Finanzierungsbedingungen in der Pandemie günstig halten. "Die EZB beobachtet daher die Entwicklung der längerfristigen nominalen Anleiherenditen genau", sagte Lagarde. Diese hätten Auswirkung auf die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen und Haushalte. Die Renditen seien ein früher Indikator für die Wirkung der Geldpolitik.

Kräftige Kursverluste gab es hingegen beim brasilianischen Real, der im Handel mit dem US-Dollar etwa zwei Prozent einbüsste. Zuvor hatte Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro den Chef des Erdölkonzerns Petrobras entlassen und durch einen ehemaligen Militär ersetzt. An den Finanzmärkten wird die Personalentscheidung als Hinweis gesehen, dass die Regierung den Ölkonzern stärker kontrollieren will.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86530 (0,86508) britische Pfund und 128,00 (127,81) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1809 Dollar gehandelt. Das waren etwa 25 Dollar mehr als am Freitag.

/jkr/jsl/he

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