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EZB im Fokus 23.05.2022 17:13:39

Darum legt der Euro zu Dollar und Franken etwas zu

Darum legt der Euro zu Dollar und Franken etwas zu

Der Euro hat am Montag nach Aussagen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) gegenüber dem US-Dollar klar zugelegt.

Am späten Nachmittag notiert die Gemeinschaftswährung Euro auf 1,0665 Dollar, nachdem sie am Morgen noch unter 1,06 Dollar lag.

Gegenüber dem Schweizer Franken notiert der Euro im Vergleich zum Ende letzter Woche praktisch unverändert. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf über 1,03 liegt der Kurs wieder bei 1,0290 Franken. Der Dollar hat derweil gegenüber dem Franken klar nachgegeben; aktuell liegt der Kurs bei 0,9647.

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Aufwind zum Dollar gaben dem Euro derweil Aussagen von EZB-Präsident Christine Lagarde, die im Kampf gegen die hohe Inflation ein baldiges Ende der Negativzinsen im Euroraum signalisierte. "Ausgehend von den derzeitigen Aussichten werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, die negativen Zinssätze bis zum Ende des dritten Quartals zu beenden", kündigte Lagarde am Montag in einem von der Notenbank veröffentlichten Beitrag an. Die erste Zinserhöhung seit elf Jahren stellte sie für den Juli in Aussicht. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver.

Gestützt wurde der Euro auch durch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich trotz des Kriegs in der Ukraine und der harten Corona-Politik in China im Mai überraschend aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Vergleich zum April um 1,1 Punkte auf 93,0 Punkte. Volkswirte hatten mit 91,4 Punkten gerechnet. "Anzeichen für eine Rezession sind derzeit nicht sichtbar", so Ifo-Präsident Clemens Fuest.

"Endlich mal wieder ein Lichtblick in der lang andauernden Konjunkturverfinsterung", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Je länger sich die deutsche Wirtschaft auf neue Sanktionen im Zuge des Kriegs einstellen kann, umso besser können die Herausforderungen bewältigt werden." Die Aufhellung der Erwartungen sei ein wichtiges Zeichen gegen die bereits an die Wand gemalten Rezessionsszenarien für Deutschland.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84783 (0,84820) britische Pfund, 136,05 (135,34) und japanische Yen und 1,0310 (1,0280) fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1853 Dollar gehandelt. Das waren rund 6 Dollar mehr als am Freitag.

jsl/jkr/eas

FRANKFURT (awp international)


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