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Devisen im Fokus 23.07.2019 21:33:37

Britisches Pfund gibt Gewinne wieder ab - Euro weiter unter 1,10 Franken

Britisches Pfund gibt Gewinne wieder ab - Euro weiter unter 1,10 Franken

Im Tagesverlauf rutschte die Gemeinschaftswährung Euro mit 1,1148 Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende Mai. Zuletzt wurden in New York 1,1151 Dollar bezahlt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich noch auf 1,1173 (Montag: 1,1215) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8950 (0,8917) Euro gekostet.

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Derweil schwächelt der Euro auch zum Franken und notiert wie bereits schon einmal kurzzeitig am Vortag unter der Marke von 1,10 auf 1,0992 Franken. Das ist etwas mehr als am Nachmittag (1,0981 Franken). Der US-Dollar zieht etwas auf 0,9858 Franken an (Nachmittag: 0,9843 Franken). Händler machen für die Schwäche der Einheitswährung unter anderem die bevorstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) verantwortlich. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der scheidende EZB-Chef Mario Draghi die Märkte noch einmal überraschen wolle, heisst es am Markt.

Die Euro-Schwäche geht aber auch auf eine Dollar-Stärke zurück, ausgelöst durch eine Einigung auf eine Schuldenobergrenze in den USA. Am Vortag hatten sich die US-Regierung und Vertreter des US-Kongresses über ein Haushaltspaket und eine Schuldenobergrenze verständigt. Die Einigung hat einen möglichen erneuten Stillstand der Regierungsgeschäfte abgewendet. Ausserdem machte im Handelsstreit mit China eine Kreise-Meldung neue Hoffnung. Demnach könnte eine Diplomatendelegation unter Führung von Handelsbeauftragtem Robert Lighthizer am Montag zu hochrangigen Verhandlungen nach China reisen.

Bewegung gab es am Devisenmarkt auch beim britischen Pfund nach der Entscheidung über den neuen britischen Premierminister. Erwartungsgemäss hat Boris Johnson das Rennen um die Nachfolge von Theresa May gemacht, indem er zum neuen Chef der Konservativen Partei gewählt wurde.

Laut Ökonom Peter Dixon von der Commerzbank steht er nun vor der schwierigen Aufgabe, seine Brexit-Versprechungen mit der Realität in Einklang zu bringen. "Obwohl die Aussicht auf einen ungeordneten Brexit im Oktober gestiegen ist, schätzen wir die Wahrscheinlichkeit dafür weiterhin deutlich unter 50 Prozent."

FRANKFURT (awp international)

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Bildquelle: istockphoto / Fotogaby,Vladimir Wrangel / Shutterstock.com,Keystone,Bloomberg

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