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Rasante Talfahrt 15.05.2018 21:31:36

Deshalb fällt der Eurokurs auf ein Jahrestief - Türkische Lira auf Rekordtief

Deshalb fällt der Eurokurs auf ein Jahrestief - Türkische Lira auf Rekordtief

Die Gemeinschaftswährung geriet im Tagesverlauf deutlich unter Druck und fiel zwischenzeitlich mit 1,1820 US-Dollar auf den tiefsten Stand des Jahres, wurde zuletzt dann aber leicht erholt bei 1,1844 Dollar gehandelt. Am Vortag hatte der Euro noch an der Marke von 1,20 Dollar gekratzt.

Der Franken hielt sich zum US-Dollar mehr oder weniger stabil. Die US-Valuta wurde am Abend zu 1,0021 gehandelt, nach 1,0018 Franken am Nachmittag. Der Euro verbilligte sich dagegen weiter auf 1,1869 von zuvor 1,1884 Franken.

Als Belastungsfaktor nannten Marktbeobachter eine allgemeine Dollar-Stärke. Die US-Währung konnte zu allen wichtigen Devisen der Welt zulegen, nachdem es zu einem starken Anziehen der Marktzinsen bei amerikanischen Staatsanleihen gekommen war. Die Rendite für zehnjährige US-Anleihen stieg in der Spitze bis auf 3,09 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2011. Wesentliche Gründe für den Zinsanstieg in den USA sind der starke Wirtschaftsaufschwung und steigende Inflationserwartungen. Beides lässt weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed erwarten.

Am Nachmittag hatte ausserdem eine unerwartet gute Stimmung in der Region um New York dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet. Die Gemeinschaftswährung litt Marktbeobachtern zufolge ausserdem darunter, dass die deutsche Wirtschaft zum Jahresbeginn etwas an Schwung verloren hat. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen.

Generell kam es auch zu mehr oder weniger deutlichen Kursverlusten bei Währungen aus Schwellenländern, die stark unter dem Anstieg der Zinsen in den USA leiden. Besonders heftig traf es die türkischen Lira, die sowohl zum Euro als auch zum Dollar auf ein Rekordtief fiel. Für Aufsehen sorgte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der die Notenbank im Falle eines Wahlsiegs im kommenden Monat stärker unter seine Fittiche nehmen will.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1883 (Montag: 1,1988) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8415 (0,8342) Euro.

/tih/he

NEW YORK (awp international)

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Bildquelle: Bloomberg,Yu Lan / Shutterstock.com,Lisa S. / Shutterstock.com

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