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Türkische Lira unter Druck 11.05.2018 16:57:37

Das treibt den Eurokurs am Freitag an

Das treibt den Eurokurs am Freitag an

Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1950 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als im Tagestief. Unter erheblichem Druck stand dagegen abermals die türkische Lira. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1934 (Donnerstag 1,1878) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8379 (0,8418) Euro.

Der Schweizer Franken blieb gegenüber dem Euro vergleichsweise stabil. So wurde der Euro am späten Nachmittag zu 1,1943 gehandelt, nach 1,1936 am Mittag. Der US-Dollar fiel vorübergehend unter die Parität zurück, kostet derzeit aber wieder 1,0003 Franken. Am Morgen waren es noch 1,0029 und am Mittag 0,9994 Franken.

Ausgangspunkt der Euro-Gewinne war ein auf breiter Front fallender US-Dollar. Damit knüpfte die amerikanische Währung an ihre etwas schwächere Entwicklung in den vergangenen Tagen an, nachdem sie in den Wochen zuvor erheblich zugelegt hatte. Auslöser dieser Entwicklung waren spürbar steigende Kapitalmarktzinsen in den USA gewesen, die den Dollar als Anlageobjekt lukrativer machen. Hintergrund sind das robuste Wachstum der US-Wirtschaft und steigende Inflationserwartungen.

Erhebliche Kursverluste von fast zwei Prozent gegenüber dem Dollar musste am Freitag dagegen die türkische Lira einstecken. Beobachter begründeten die Verluste mit Äusserungen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. "Devisenspekulanten, die Zinslobby und Feinde der Türkei unter dem Deckmantel von Ratingagenturen sind unsere Sache nicht", sagte Erdogan in Ankara vor Unternehmensvertretern. Die Türkei müsse die Zinsen senken, weil sie die "Mutter allen Übels" und Grund für Inflation seien.

Ökonomen zweifeln diese seit längerem bekannte Sichtweise Erdogans nahezu geschlossen an, weil sie den grundlegenden Vorstellungen der Volkswirtschaftslehre widerspricht. Die Türkei zählt aktuell zu den Schwellenländern, die am stärksten von Kapitalabzug professioneller Investoren wie Hedgefonds betroffen sind. Grund dieses Kapitalabzugs sind die steigenden US-Zinsen, die Anleger dazu veranlassen, Gelder in die USA umzulenken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88000 (0,87810) britische Pfund, 130,44 (130,22) japanische Yen und 1,1933 (1,1908) Schweizer Franken fest.

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           (16.50)    (12.50)    (10.38)    (07.33)    (21.15) 

EUR/USD    1,1939     1,1945     1,1921     1,1917     1,1925   
USD/CHF    1,0003     0,9994     1,0024     1,0029     1,0023
EUR/CHF    1,1943     1,1936     1,1949     1,1949     1,1952
GBP/CHF    1,3552     1,3564     1,3557     1,3566     1,3548
USD/JPY    109,37     109,28     109,33     109,47     109,38

Eine Feinunze Gold kostete am Freitagnachmittag im freien Handel 1322 Dollar. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Donnerstag mit 1318,80 (Mittwoch: 1313,85) Dollar.

FRANKFURT (awp international)

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