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22.06.2026 09:10:00
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Trading Signals: Redcare zündet den Befreiungsschlag
Mit einer überraschenden Prognoseanhebung meldet sich die Online-Apotheke eindrucksvoll zurück. Die Aktie springt über wichtige Chartmarken, Analysten sehen neues Potenzial - und das Wachstum gewinnt wieder spürbar an Breite.
Der Befreiungsschlag kam zur rechten Zeit. Nach Monaten voller Zweifel an der Dynamik des E-Rezepts, regulatorischer Sorgen und Margenängsten war Redcare an der Börse in Ungnade gefallen. Noch im November 2024 hatten Anleger die Fantasie rund um das deutsche E-Rezept mit Kursen von bis zu 170 Euro bezahlt. Gemessen am Jahrestief 2026 wurden zeitweise mehr als 80 Prozent an Börsenwert vernichtet.
Neuer Mut
Die neue Prognose sendet nun das Signal, dass die Wachstumsstory operativ keineswegs zu Ende ist. Das Management peilt für dieses Jahr nun ein Umsatzwachstum von 15 bis 17 Prozent an. Bisher standen 13 bis 15 Prozent im Plan. Im Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten sollen die Erlöse um 10 bis 12 Prozent zulegen, nach zuvor 8 bis 10 Prozent. Für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland erwartet Redcare wiederum einen Umsatz von 680 bis 720 Millionen Euro, statt lediglich mehr als 670 Millionen Euro. Auch bei der Profitabilität wird das Unternehmen konkreter: Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2,5 bis 3,0 Prozent erreichen, zuvor war lediglich von mindestens 2,5 Prozent die Rede.
Der neue Mut des Managements fusst auf den Monaten April und Mai, wo Redcare ein Umsatzplus von rund einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr erreichte. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem ersten Quartal, in dem die Erlöse um 18,4 Prozent zulegten. Besonders wichtig: Das deutsche Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten zog wieder an. Hier lag das Wachstum im bisherigen zweiten Quartal bei 14 Prozent, nach 9 Prozent im ersten Quartal und nur rund 5 Prozent im vierten Quartal 2025.
Auch das Rx-Geschäft bleibt ein starker Treiber. Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneien in Deutschland legte im April und Mai um 57 Prozent zu und lag damit sogar leicht über der Wachstumsrate des ersten Quartals von 55 Prozent. Im gesamten DACH-Rx-Geschäft betrug das Plus ein Drittel, gebremst durch eine schwächere Entwicklung bei MediService in der Schweiz. Das internationale Non-Rx-Geschäft wuchs stabil um 16 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die Marge weiter.
Daumen hoch
Entsprechend freundlich fielen die Analystenreaktionen aus. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel auf 102 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Jan Koch sieht in dem besseren Ausblick Potenzial für deutlich höhere Konsensschätzungen und erhöhte seine EBITDA-Prognose für 2026 um 12 Prozent. Auch Metzler wertete die höhere Profitabilitätsprognose positiv: Das zusätzliche Wachstum werde offenbar wertsteigernd skaliert, was Sorgen vor Margendruck durch Bonusprogramme und höhere Werbeausgaben dämpfe. Die UBS verwies darauf, dass vor allem der Zeitpunkt der Anhebung überrascht habe, nicht aber die Richtung. Die neuen Ziele seien noch nicht zu optimistisch. Vorsichtiger blieb Oddo BHF: Ein solides Quartal sei noch kein endgültiger Befreiungsschlag, solange der nachhaltige freie Mittelzufluss eine Herausforderung bleibe.
Genau darin liegt das Spannungsfeld bei der Aktie. Auf der einen Seite ist Redcare Europas führende Online-Apothekenplattform mit mehr als zehn Millionen aktiven Kunden und Präsenz in sieben Ländern. Der adressierbare Markt ist gross, die Online-Durchdringung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten aber weiterhin niedrig. Zugleich bleiben Regulierung, Preiswettbewerb und die Frage nach der langfristigen Ertragskraft zentrale Risiken.
Positives Momentum nutzen
Dennoch: Für Anleger hat sich das Bild spürbar aufgehellt. Fundamental liefert Redcare wieder Wachstum, operativ verbessert sich die Marge und charttechnisch wurde mit dem Sprung über 60 Euro ein wichtiges Signal gesetzt. Nach der heftigen Erholung gönnt sich die Aktie eine kleine Verschnaufpause. Diese können risikobereite Anleger, die auf eine Fortsetzung des positiven Momentums setzen, mit einem Long Mini Future von Leonteq zum Einstieg nutzen. Das Derivat auf den MDAX-Titel ist mit einem Hebel von 4,3 ausgestattet. Der Stopp-loss liegt bei 51,3913 Franken und damit gut ein Fünftel von der aktuellen Redcare-Notierung entfernt.
| Trading Idee Redcare Pharmacy | |
|---|---|
| Basiswert | Redcare Pharmacy |
| Produktgattung | Mini Future |
| Investmentrichtung | Long |
| Emittent | Leonteq |
| ISIN / Valor | CH1572844012 / 157284401 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 18.06.26 08:30 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 0.712 Franken |
| Basispreis variabel | 50.0158 Franken |
| Knock-out-Schwelle | 51,3913 Franken |
| Hebel | 4.29 |
| Abstand zum Kock-out | 20.75% |
| Stop-Loss | 0.30 Franken |
| Ziel | 1.00 Franken (40%) |
Disclaimer:
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