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Trading Signals 13.08.2026 08:37:00

Trading Signals: Ferrari: Die zweite Chance

Trading Signals: Ferrari: Die zweite Chance

Ferrari hat nach einer schwierigen Zeit wieder auf die Überholspur gefunden. Starke Quartalszahlen, eine angehobene Jahresprognose und ein bis 2027 gefülltes Orderbuch sprechen für weiteren Rückenwind und bieten eine neue Trading Möglichkeit.

Der italienische Sportwagenbauer hat das Tal der Enttäuschungen offenbar durchfahren. Nach einer Reihe negativer Gewinnrevisionen im vergangenen Jahr, die der hoch bewerteten Aktie einen kräftigen Bewertungsabschlag eingebracht hatten, präsentiert sich der Sportwagenbauer 2026 wieder in deutlich besserer Form. Schon der Jahresauftakt gelang, nun hat Ferrari auch im zweiten Quartal nachgelegt. Bereits vor wenigen Monaten hatten wir auf die neue Situation bei dem Luxuskonzern hingewiesen - bislang mit Erfolg. Jetzt könnte sich für Anleger, die damals noch gezögert haben, eine zweite Gelegenheit auftun: Der jüngste Zwischenbericht überzeugt fundamental, während der Kurs charttechnisch über die Marke von 340 Euro ausgebrochen ist. Zugleich nähern sich 100- und 200-Tage-Linie an. Kommt es zum "Golden Cross", wäre das ein weiteres technisches Kaufsignal.
In eigener Sache

Operative Fortschritte

Die neuesten Zahlen aus Maranello liefern dafür eine solide Grundlage. Ferrari steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus sogar 11 Prozent. Noch stärker entwickelte sich die operative Profitabilität: Das Ebit kletterte um ein Zehntel auf 605 Millionen Euro, die Marge erreichte 31,2 Prozent. Die Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erreichte gar aussergewöhnlich hohe 39,0 Prozent.

Bemerkenswert ist, dass Ferrari diese Fortschritte nicht über höhere Stückzahlen erzielte. Die Auslieferungen gingen um 128 Fahrzeuge auf 3‘366 Einheiten zurück. Entscheidend waren vielmehr Produktmix und Preissetzungsmacht. Vor allem der 3,6 Millionen Euro teure und streng limitierte F80 sorgte für einen überproportionalen Ergebnisbeitrag. Hinzu kommt die weiter steigende Nachfrage nach Individualisierungen. Sie machen inzwischen mehr als ein Fünftel der Erlöse mit Fahrzeugen und Ersatzteilen aus. Genau darin liegt ein zentraler Vorteil des Geschäftsmodells: Ferrari verkauft nicht möglichst viele Autos, sondern steigert den Wert jedes ausgelieferten Fahrzeugs. Das Ebitda übertraf mit 755 Millionen Euro zudem den Analystenkonsens von 729 Millionen Euro deutlich.

Höhere Ziele

Das Management sieht diese Entwicklung inzwischen als belastbar genug an, um die Jahresziele anzuheben. Ferrari erwartet für 2026 nun rund 7,6 Milliarden Euro Umsatz statt bislang rund 7,5 Milliarden. Das bereinigte Ebitda soll mindestens 2,97 Milliarden Euro erreichen, das bereinigte Ebit wenigstens 2,26 Milliarden Euro. Beim verwässerten Ergebnis je Aktie wurde die Untergrenze auf 9,68 Euro angehoben, beim industriellen Free Cashflow auf mindestens 1,55 Milliarden Euro. CEO Benedetto Vigna begründet die Prognoseanhebung vor allem mit dem anhaltend starken Trend bei den Personalisierungen. Gleichzeitig ist die Visibilität hoch: Das Orderbuch deckt nach Unternehmensangaben bereits das gesamte Jahr 2027 ab.

Auch über 2026 hinaus bleibt die Produktpipeline ein Wachstumstreiber. Ferrari rechnet damit, dass der F80 auch 2027 noch einen "substanziellen" Ergebnisbeitrag liefert. Gleichzeitig verbreitert der Konzern sein Angebot. Mit dem 12Cilindri Manuale bedient Ferrari bewusst seine traditionell orientierte Kundschaft, während der 550‘000 Euro teure Luce die Tür zum vollelektrischen Zeitalter öffnet. Trotz der kontroversen Reaktionen auf dessen Design spricht Vigna von "echtem Interesse" am ersten Stromer der Marke mit dem springenden Pferd. Entscheidend ist dabei, dass Ferrari seine Exklusivität nicht für Volumenwachstum opfern muss. Verbrenner, Hybride, Sondermodelle und Elektroautos erweitern das Angebot, während die künstliche Verknappung erhalten bleibt.

Daumen hoch

Auch die Analysten honorieren die verbesserte Dynamik. 16 von 20 bei Reuters aufgeführte Experten raten bei der Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 386 Euro und liegt damit rund acht Prozent über dem aktuellen Kurs. Auch Kepler Cheuvreux hat sein Ziel nach den Quartalszahlen angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Analysten verweisen unter anderem auf einen neuen Höchststand beim durchschnittlichen Verkaufspreis, den hohen Anteil besonders profitabler Sondermodelle und das bis 2027 gefüllte Orderbuch. Die Analysten von AlphaValue schraubten ihr Kursziel sogar von 401 auf 422 Euro nach oben.

Auch das Chartbild beginnt immer stärker für Ferrari zu sprechen. Nach dem tiefen Rückschlag des vergangenen Jahres hat die Aktie seit dem Frühjahr einen Aufwärtstrend etabliert und zuletzt die wichtige Zone um 340 Euro überwunden. Aktuell notiert der Titel deutlich oberhalb der 100- und 200-Tage-Linie. Dabei dreht die kürzere Durchschnittslinie nach oben und nähert sich der 200-Tage-Linie. Kreuzen sich beide Linien, wäre das "Golden Cross" perfekt und die längerfristige Bodenbildung auch technisch untermauert.

Gehebelte Spekulation

Für tradingorientierte Anleger bleibt die Ferrari-Aktie damit ein Kauf. Wer die Aufwärtsbewegung gehebelt spielen möchte, kann den Long Mini-Future von Leonteq einsetzen. Das Produkt weist aktuell einen Hebel von 4,75 auf. Der Ausübungspreis liegt bei 324,9158 US-Dollar, die Stop-Loss-Schwelle bei 331,4141 US-Dollar, womit der Abstand zur Barriere 18,7 Prozent beträgt. Steigt Ferrari weiter, ermöglicht der Hebel überproportionale Gewinne. Das funktioniert allerdings auch in die Gegenrichtung: Wird die Stop-Loss-Marke erreicht, endet das Produkt vorzeitig, wobei je nach Restwert ein erheblicher Verlust bis hin zum Totalverlust möglich ist. Für risikobereite Anleger bilden die verbesserten Fundamentaldaten und der charttechnische Ausbruch dennoch eine interessante zweite Einstiegschance.

Trading Idee Ferrari
Basiswert Ferrari
Produktgattung Mini Future
Investmentrichtung Long
Emittent Leonteq
ISIN / Valor CH1564081367 / 156408136
Laufzeit Open End
Stand 11.08.26 08.35 Uhr
Kurs Hebelprodukt 0,706 Franken
Basispreis variabel 324.9158 USD
Knock-out-Schwelle 331.4141 USD
Hebel 4.75
Abstand zum Knock-out 18.7%
Stop-Loss 0.33 Franken
Ziel 0.93 Franken (32%)

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