| Trading Signals |
05.08.2026 17:15:00
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Trading Signals: Deutsche Telekom: Chance vor den Zahlen
T-Mobile US liefert Rückenwind, nun muss die Mutter nachlegen. Überzeugt der Konzern am 6. August mit seinen Halbjahreszahlen, könnte die Telekom-Aktie ihr Comeback fortsetzen.
Solides Wachstum
Der Reihe nach: Unter dem Strich gewann T-Mobile US im zweiten Quartal 277‘000 Vertragskunden hinzu. Das waren 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, aber mehr als vom Markt erwartet. Der Umsatz legte um 7,9 Prozent auf 22,8 Milliarden US-Dollar zu. Besonders dynamisch entwickelte sich das operative Geschäft: Der Serviceumsatz erhöhte sich um 8,9 Prozent auf rund 19 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte Core Ebitda um 11,7 Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar kletterte und damit die Prognosen leicht übertraf. Für Enttäuschung sorgte dagegen, dass der Gesamtumsatz etwas unter der Konsensschätzung blieb. Die Aktie von T-Mobile US geriet daraufhin unter Druck und zog auch den Mutterkonzern kurzfristig nach unten. Dabei enthält der Bericht einen wichtigen positiven Aspekt: Die Prognose für den bereinigten freien Barmittelfluss wurde von bislang 18,1 bis 18,7 Milliarden US-Dollar auf 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar angehoben. Die übrigen Jahresziele bestätigte das Management. Weiterhin sollen 2026 zwischen 0,95 und 1,05 Millionen neue Vertragskundenkonten hinzukommen.
Wie bedeutend diese Entwicklung für die Bonner ist, zeigt ein Blick auf die Grössenverhältnisse. Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der Anteile an T-Mobile US. Das Paket wurde zuletzt mit mehr als 90 Milliarden Euro bewertet, während die gesamte Deutsche Telekom an der Börse auf rund 130 Milliarden Euro kam. Die US-Tochter ist damit nicht nur operativer Wachstumsmotor, sondern zugleich der mit Abstand wichtigste Vermögenswert des Konzerns. Entsprechend gross ist die Spannung vor der Veröffentlichung der Telekom-Zahlen. Bereits zum Jahresauftakt war der Umsatz währungsbereinigt um 4,7 Prozent gestiegen. Das bereinigte Ebitda AL verbesserte sich um zwei Prozent und übertraf damit die Erwartungen. Neben T-Mobile US lieferte auch das Deutschlandgeschäft einen positiven Beitrag. Im Heimatmarkt steht vor allem der Glasfaserausbau im Mittelpunkt: Mehr als 13 Millionen Haushalte können mittlerweile einen entsprechenden Anschluss buchen. Für das Gesamtjahr hatte die Telekom zuletzt ein bereinigtes Ebitda AL von rund 47,5 Milliarden Euro und einen freien Barmittelfluss von mehr als 19,8 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Kurzfristige und langfristige Treiber
Es gilt nun genau darauf zu achten, ob der Konzern seine Prognose bestätigt oder möglicherweise noch einmal nachbessert. Entscheidend ist dabei nicht allein das Wachstum in den USA. Auch die Entwicklung der Serviceumsätze in Deutschland, die Profitabilität des Glasfaserausbaus und die Investitionsdisziplin dürften den Ton angeben. Langfristig arbeitet der Konzern zugleich daran, sich stärker als europäischer Technologiekonzern zu positionieren. Mit dem Projekt Soofi entsteht in München eine KI-Fabrik, die ein leistungsfähiges Large Language Model mit europäischer Datenhoheit entwickeln soll. Soofi S verfügt über 30 Milliarden Parameter und wurde vor allem mit deutschen und englischen Texten trainiert. Daneben koordiniert die Telekom mit PETRUS2 ein europäisches Projekt für quantensichere Kommunikation. Es soll eine Infrastruktur aufgebaut werden, die sensible Datenübertragungen besser vor Angriffen schützt.
Kurzfristig spielen diese Zukunftsprojekte für Umsatz und Gewinn zwar noch eine untergeordnete Rolle. Sie unterstreichen aber, dass die Telekom nicht allein auf Mobilfunk, Breitband und klassische Netzdienste setzt. Gelingt es, aus KI-Infrastruktur, Cloud-Diensten und sicherer Kommunikation neue Erlösquellen zu entwickeln, könnte der Konzern seine Bewertung langfristig auf eine breitere Basis stellen.
Aufwärtspotenzial
Unterstützung erhält die Aktie durch das laufende Rückkaufprogramm von bis zu zwei Milliarden Euro und die attraktive Ausschüttung. Für 2025 zahlte die Telekom eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Kursen um 27 Euro entsprach dies einer Rendite von etwa 3,7 Prozent. Der Analystenkonsens sah den fairen Wert zuletzt bei 37,50 Euro und damit deutlich über dem Börsenkurs. Charttechnisch befindet sich die Telekom-Aktie bereits in einer Comeback-Phase. Nach einer mehrmonatigen Abwärtsbewegung und einem Kursverlust von fast einem Drittel war der Titel zeitweise unter 24 Euro gefallen, bevor im Juli eine Erholung einsetzte. Die schwache Reaktion auf die T-Mobile-Zahlen hat diesen Versuch zunächst gebremst, aber nicht beendet.
Damit rückt der 6. August zum nächsten möglichen Kurstreiber auf. Bestätigt die Telekom ihre Ziele und überzeugt auch das Deutschlandgeschäft, könnte das Comeback neue Nahrung erhalten. Trading affine Anleger können sich vor der Zahlenvorlage mit einem Long Mini Future aus dem Hause Leonteq positionieren. Der Hebel beträgt 4,7, der Knock-out liegt knapp 19 Prozent entfernt. Achtung: Wegen der Hebelwirkung drohen bei einer enttäuschenden Bilanz allerdings überproportionale Verluste. Daher eignet sich eine solche Strategie nur für erfahrene Marktteilnehmer mit konsequentem Risikomanagement.
| Trading Idee Deutsche Telekom | |
|---|---|
| Basiswert | Deutsche Telekom |
| Produktgattung | Mini Future |
| Investmentrichtung | Long |
| Emittent | Leonteq |
| ISIN / Valor | CH1564111800 / 156411180 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 04.08.26 08:35 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 0.562 Franken |
| Basispreis variabel | 22.1989 EUR |
| Knock-out-Schwelle | 22.8648 EUR |
| Hebel | 4.7 |
| Abstand zum Knock-out | 18,9% |
| Stop-Loss | 0.25 Franken |
| Ziel | 0.81 Franken (44%) |
Disclaimer:
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