Verbriefungsspezialist 02.06.2020 21:11:00

Milch, Filme, Krypto & Co.: Ein Fintech-Startup will den Emissionsvorgang für alternative Assets vereinfachen

Milch, Filme, Krypto & Co.: Ein Fintech-Startup will den Emissionsvorgang für alternative Assets vereinfachen

• Verbriefungsspezialist will Emissionsvorgang vereinfachen
• Anlegern Zugang zu nichtbankfähigen Vermögenswerten ermöglichen
• Attraktive Alternative zu Anlageklassikern?

Das Schweizer Fintech-Startup GENTWO hat sich auf Verbriefung spezialisiert. Dabei realisiert die Firma für Vermögensverwalter, Broker und kleine Banken aber auch Family Offices die Option, in nichtbankfähige Produkte zu investieren. Der Fokus liegt also auf alternativen Assets im Rahmen von aktiv gemanagten Zertifikaten oder Peer-to-Peer-Finanzierungen beispielsweise - Investments in die Milchindustrie, Aufforstungsprojekte, die Kryptobranche & Co. werden damit für Anleger möglich. Gerade in hochsensiblen Marktphasen rückt dieses Thema vermehrt in den Mittelpunkt und erweckt zunehmend das Interesse von institutionellen Investoren, die die Erträge ihres Portfolio aufbessern wollen.

GENTWO will Emissionsprozess vereinfachen

Das Fintech-Unternehmen hat sich die Verbriefung von Vermögenswerten zur Aufgabe gemacht und richtet sich mit seinen Produkten an ebendiese institutionellen Investoren. Verbriefung als solche ist kein neues Produkt, doch GENTWO entwirft zusätzlich Emissionsplattformen - das soll das Risiko reduzieren, erläuterte Gründer und CEO Philippe A. Naegeli gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Der Grundgedanke sei, das traditionelle Emissionsgeschäft aufzubrechen und den Prozess zu vereinfachen. Die Struktur genüge trotz der Verschlankung den Anforderungen der Finanzintermediäre. "Gentwo hat nichts Neues erfunden, sondern Bestehendes vereinfacht und zusammengeführt", so Gründer und VR-Präsident Patrick Loepfe.

Krypto-Investments sind angesagt

Wie der GENTWO-Chef gegenüber NZZ äussert, kommt der Kryptobranche wachsende Aufmerksamkeit zu. "Wir werden oft im Zusammenhang mit Tokenisierung erwähnt und als Firma des ‹Crypto Valley› dargestellt," wird Naegeli zitiert. Das rührt daher, dass der Verbriefungsspezialist bereits eine rechtlich gerahmte, standardisierte Lösung böte, während anderswo die Realisierung von Tokenisierung bzw. Kryptoasstes noch diskutiert würden oder sich in Bearbeitung befänden, heisst es bei NZZ. "Der Kunde muss den entsprechenden Token bringen, und wir gehen bei der Verbriefung gleich vor, wie bei anderen Vermögenswerten", erläutert Naegeli knapp das Vorgehen.

Verbriefungsprojekte identischer Art existieren bislang nur im Ausland - etwa Irland und Deutschland. Dennoch scheinen die alternativen Assets gut anzukommen, gerade in der Zeit des Lockdowns habe es einen Zustrom von Anfragen zu Neuprodukten gegeben, schreibt NZZ. Die Krisenängste trieben Anleger dazu, nach Alternativen Ausschau zu halten, um ihre Portfolios zu diversifizieren. Im Fokus bei solchen alternativen Assets stünde nicht allein die Erhöhung der Gewinnchancen, sondern vielmehr sogar die Reduzierung von Risiken, erläutert Investtrends.

Redaktion finanzen.ch

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