23.05.2019 08:43:14

Marktüberblick: Wirecard haussiert

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte in einem nachrichtenarmen Umfeld weitgehend impulslos. Der DAX schloss 0,20 Prozent fester bei 12.169 Punkten. Der MDAX der mittelgrossen Werte notierte 0,03 Prozent höher bei 25.582 Punkten. Für den TecDAX ging es um 1,41 Prozent nach oben auf 2.913 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 49 Gewinner und 50 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 71 Prozent. Im DAX wechselten 87,1 Millionen Aktien (Vortag: 90,8) im Wert von 3,76 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,51) den Besitzer. Die stärksten Sektoren waren Software (+2,10%), Konsum (+1,23%) und Rohstoffe (+0,79%). Die grössten Abgaben waren bei Banken (-1,92%), Automobilen (-1,28%) und Transportwerten (-0,94%) zu beobachten. Für die Wirecard-Aktie ging es an der DAX-Spitze beflügelt von einem am Vortag generierten technischen Kaufsignal um weitere 5,86 Prozent nach oben. Dahinter rückten adidas und Deutsche Börse um 2,05 und 1,92 Prozent vor. Daimler stellte am Tag der Hauptversammlung das Schlusslicht im Index mit einem Abschlag von 2,47 Prozent. Lufthansa und Deutsche Bank verloren 1,98 und 1,41 Prozent.

An der Wall Street überwogen klar die negativen Vorzeichen. Die Veröffentlichung des Protokolls der letzten geldpolitischen Notenbanksitzung am Abend lieferte keine Impulse. Der Dow schloss 0,38 Prozent tiefer bei 25.777 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 endete 0,40 Prozent tiefer bei 7.421 Zählern. 60 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Abgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. Es gab 100 neue 52-Wochen-Hochs und 89 neue Tiefs. Zugewinne konnten die als defensiv geltenden Sektoren Versorger, Healthcare, Immobilien und Consumer Staples verbuchen. Am deutlichsten abwärts ging es mit Energiewerten und zyklischen Konsumwerten.

Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge überwiegend in engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,08 Prozent höher bei 98,09 Punkten. EUR/USD gab um 0,08 Prozent auf 1,1151 USD nach. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen, waren der Yen sowie der Franken als sichere Häfen gesucht. Auffällig schwach präsentierte sich hingegen das Pfund Sterling. Die Inselwährung litt unter der politisch unsicheren Lage.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 1,59 Prozent auf 436,07 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 1,93 Prozent auf 70,79 USD. Für die US-Sorte WTI ging es nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 2,90 Prozent abwärts auf 61,30 USD. Die US-Energiebehörde EIA hatte einen überraschenden Anstieg der Rohölbestände um 4,7 Millionen Barrel gemeldet. Experten hatten hingegen im Schnitt mit einem Rückgang um 599.000 Barrel gerechnet. Der Preis für US-Erdgas notierte 2,84 Prozent tiefer bei 2,57 USD. Comex-Kupfer verlor 1,45 Prozent auf 2,68 USD. Gold handelte unverändert bei 1.273 USD (1.142 EUR). Silber rückte um 0,10 Prozent auf 14,43 USD vor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,14 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf minus 0,09 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,20 Prozent fester bei 166,86 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um vier Basispunkte auf 2,39 Prozent.

An den asiatischen Aktienmärkten ging es heute früh mit der Sorge um eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China überwiegend abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,47 Prozent auf 153,02 Punkte nach.

Heute stehen von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Fokus. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von CTS Eventim. Daneben richtet sich der Blick auf eine Reihe von Hauptversammlungen, unter anderem von der Deutschen Bank, Lanxess, Salzgitter und United Internet.

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