22.07.2019 08:39:53

Marktüberblick: Wirecard gesucht

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenschluss die positiven Vorzeichen. Der DAX schloss mit einem Aufschlag von 0,26 Prozent bei 12.260 Punkten. Das Wochenminus reduzierte sich damit auf 0,51 Prozent. MDAX und TecDAX legten am Berichtstag um 0,42 beziehungsweise 0,97 Prozent zu. In den drei genannten Indizes gab es 69 Gewinner und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 80,2 Millionen Aktien (Vortag: 75,5) im Wert von 3,53 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,07). Stärkste Sektoren waren Technologie (+1,89%), Medien (+1,03%) und Chemie (+0,68%). Grösste Verlierer waren Banken (-1,33%), Telekommunikation (-0,39%) und Konsum (-0,38%). Wirecard haussierte an der DAX-Spitze um 5,52 Prozent. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, zukünftig mit Aldi zusammenzuarbeiten. Continental und Infineon stiegen dahinter um 2,82 und 1,86 Prozent. Deutsche Bank verlor als schwächster Wert im Index ohne Nachrichten 1,20 Prozent. SAP und Merck büssten 1,16 und 1,10 Prozent ein.

An der Wall Street verlor der Dow 0,25 Prozent auf 27.154 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,87 Prozent abwärts auf 7.835 Zähler. Belastend wirkte, dass die Märkte nach diversen Aussagen von Fed-Vertretern nun für die nächste Fed-Sitzung Ende des Monats nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen grossen Zinssenkungsschritt von 50 Basispunkten sehen. Erwartet wird nun mehrheitlich eine Senkung von lediglich 25 Basispunkten. 55 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im roten Bereich. Das Abwärtsvolumen lag bei 57 Prozent. Es gab 193 neue 52-Wochen-Hochs und 64 neue Tiefs. Gesucht waren vor allem Energiewerte und Industrietitel. Am schwächsten tendierten Immobilienwerte und Versorger.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Der Dollar-Index endete mit einem Plus von 0,27 Prozent bei 97,07 Punkten. Der Euro gab gegenüber allen anderen Majors nach. EUR/USD fiel um 0,50 Prozent auf 1,1219 USD. Mit Blick auf die anderen wichtigen Währungen war der Franken gesucht, während der Austral-Dollar durch Schwäche auffiel.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise schloss 0,80 Prozent höher bei 415,91 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,87 Prozent auf 62,47 USD. Stützend wirkten die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der Preis für US-Erdgas gab um 1,55 Prozent auf 2,23 USD nach. Comex-Kupfer stieg um 1,57 Prozent auf 2,75 USD. Gold handelte nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines neuen 6-Jahres-Hochs mit einem Abschlag von 0,10 Prozent bei 1.427 USD (1.270 EUR). Silber notierte nahezu unverändert bei 16,20 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,37 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei minus 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem impulslosen Geschäft 0,10 Prozent tiefer bei 173,43 Punkten und beendete damit eine fünf Tage andauernde Gewinnserie. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um einen Basispunkt auf 2,05 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,47 Prozent tiefer bei 160,18 Punkten.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen von Philips.

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