11.06.2019 08:53:28

Marktüberblick: US-Indizes setzen Aufschwung fort

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich mit grünen Vorzeichen in das lange Pfingstwochenende. Kurstreibend wirkten die anhaltende Zinsfantasie sowie eine mögliche Annäherung in den Gesprächen zwischen den USA und Mexiko in Fragen über die illegale Einwanderung. Der DAX schloss 0,77 Prozent fester bei 12.045 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Plus von 2,72 Prozent. MDAX und TecDAX gewannen am Berichtstag 0,46 und 0,95 Prozent hinzu. In den drei genannten Indizes gab es 83 Kursgewinner und 18 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 75 Prozent. Im DAX wechselten 80,5 Millionen Aktien (Vortag: 89,6) im Wert von 3,15 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,33) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Software (+1,91%), Versorger (+1,63%) und Konsum (+1,41%). Einzige Verlierer aus Sektorensicht waren Immobilienaktien (1,93%), Pharma & Healthcare (-0,12%) und Banken (-0,03%). SAP verbesserte sich als bester DAX-Wert um 2,10 Prozent. Für adidas und E.ON ging es dahinter um 1,82 und 1,74 Prozent nach oben. Vonovia verlor 1,69 Prozent und bildete damit das Schlusslicht. Hier belastete weiterhin die politische Unsicherheit mit Blick auf die Pläne der Regierung in Berlin, Mieterhöhungen zu verbieten.

An der Wall Street knüpften die Indizes gestern an Kursgewinnen vom Freitag an. Hintergrund war die Bestätigung einer vorläufigen Beilegung des Konflikts zwischen den USA und Mexiko am Wochenende. Der Dow Jones Industrial rückte um 0,30 Prozent auf ein 5-Wochen-Hoch bei 26.063 Punkten vor. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 stieg um 1,14 Prozent auf 7.502 Zähler. 58 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. 208 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 neue Tiefs gegenüber. Am stärksten gesucht waren Technologiewerte, Finanzwerte und Hersteller zyklischer Konsumgüter.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gestern gegenüber allen anderen Hauptwährungen zulegen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,24 Prozent fester bei 96,79 Punkten. EUR/USD büsste 0,19 Prozent auf 1,1312 USD ein.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,37 Prozent auf 405,66 Punkte. Brent-Öl gab um 1,47 Prozent auf 62,36 USD nach. Comex-Kupfer kletterte um 1,26 Prozent auf 2,66 USD. Gold verbilligte sich um 1,05 Prozent auf 1.332 USD (1.174 EUR). Silber verlor 2,30 Prozent auf 14,69 USD.

Am Rentenmarkt stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gestern um vier Basispunkte auf minus 0,22 Prozent. Sie konnte sich damit deutlich vom am Vortag verzeichneten Allzeittief absetzen. Der Euro-Bund-Future gab um 0,37 Prozent auf 171,11 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sprang um sechs Basispunkte auf 2,15 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,58 Prozent auf 156,91 Punkte. Drohungen seitens der US-Regierung, dass eine Nichtteilnahme von Chinas Staatspräsident Xi Jinping am nächsten G-20-Gipfel automatisch zu einer Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Waren führen würde, wirkten sich nicht kursbelastend aus.

Heute stehen die US-Erzeugerpreise für den Mai im Fokus.

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Dow Jones 27'279.19
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