17.05.2019 08:35:57

Marktüberblick: ThyssenKrupp haussiert

Der deutsche Aktienmarkt befand sich am Donnerstag fest in der Hand der Bullen. Stützend wirkte weiterhin die Nachricht vom Vortag, wonach die USA die Entscheidung über höhere Zölle auf Autoimporte angeblich um bis zu sechs Monate nach hinten geschoben haben sollen. Daneben gab es Rückenwind von einer freundlichen Wall Street sowie einem schwächeren Euro. Der DAX schloss 1,74 Prozent fester bei 12.310 Punkten. MDAX und TecDAX haussierten um 1,65 und 2,02 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 86 Gewinner und 14 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 86 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 109,0 Millionen Aktien (Vortag: 125,8) im Wert von 4,50 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,53). Mit Blick auf die Sektorenperformance verzeichneten lediglich Automobilwerte nach Gewinnmitnahmen Verluste (-0,66%). Am stärksten nach oben ging es für Software (+3,62%), Chemie (+2,94%) und Telekommunikation (+2,29%). ThyssenKrupp sprang an der DAX-Spitze um 9,37 Prozent nach oben. Hintergrund für die Rally waren Gerüchte um ein Interesse der finnischen Kone an der Aufzugssparte des Konzerns. Linde und SAP gewannen nachrichtenlos 3,94 und 2,76 Prozent hinzu.

An der Wall Street stieg der Dow nach überzeugenden Konjunkturdaten und positiv aufgenommenen Quartalsbilanzen von Unternehmen um 0,83 Prozent auf 25.863 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 rückte um 1,02 Prozent auf 7.580 Zähler vor. 67 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 66 Prozent. Es gab 176 neue 52-Wochen-Hochs und 43 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes endeten im deutlich positiven Terrain. Die grössten Zugewinne waren bei Rohstoffwerten und Finanztiteln zu beobachten.

Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,31 Prozent auf ein Wochenhoch bei 97,84 Punkten. EUR/USD verlor 0,34 Prozent auf 1,1174 USD. Gesucht war daneben der Franken als sicherer Hafen, während der Austral-Dollar deutliche Schwäche zeigte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte um 1,26 Prozent auf 445,14 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,39 Prozent auf 72,77 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 1,54 Prozent auf 2,64 USD. Comex-Kupfer handelte kaum verändert bei 2,76 USD. Gold litt unter der gestiegenen Risikofreude und dem festen Dollar und büsste 0,85 Prozent auf 1.287 USD (1.151 EUR) ein. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,57 und 1,91 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um einen Basispunkt auf minus 0,10 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,03 Prozent tiefer bei 166,97 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um drei Basispunkte auf 2,40 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,12 Prozent auf 154,76 Punkte. Die chinesischen Börsen tendierten aufgrund der Spannungen im Handelskonflikt mit den USA schwächer.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone sowie der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. Bei Fresenius SE findet die Hauptversammlung statt.

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