04.06.2019 08:53:15

Marktüberblick: Tech-Werte unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenstart anfängliche Schwächen abschütteln und bis zum Handelsschluss Zugewinne verbuchen. Der DAX verbesserte sich dabei um 0,56 Prozent auf 11.793 Punkte. Für den MDAX der mittelgrossen Werte ging es um 0,46 Prozent nach oben auf 24.891 Punkte. Gegen den Tagestrend büsste der TecDAX 0,11 Prozent auf 2.745 Zähler ein. In den drei Indizes gab es 62 Gewinner und 36 Verlierer. Die Handelsvolumen, die in steigende und fallende Aktien flossen, hielten sich die Waage. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 104,4 Millionen Aktien (Vortag: 98,5) im Wert von 3,53 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,50). Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+1,37%), Industrie (+1,05%) und Software (+0,90%). Die grössten Abschläge zeigten Technologie (-6,29%), Banken (-1,48%) und Medien (-0,38%). Wirecard erholte sich nach positiven Aussagen von Konzernchef Markus Braun zum Geschäftsverlauf als bester DAX-Wert um 3,64 Prozent. Infineon stellte das Schlusslicht mit einem Kurseinbruch um 8,04 Prozent. Hier belastete die geplante milliardenschwere Übernahme von Cypress Semiconductor mit einer Prämie von rund 30 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial nahezu unverändert bei 24.820 Punkten aus dem Handel. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gab hingegen um 2,10 Prozent auf 6.978 Zähler nach. 63 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 72 Prozent. Es gab 100 neue 52-Wochen-Hochs und 113 neue Tiefs. Bei der Sektorenperformance ragten Rohstoffwerte mit kräftigen Zugewinnen heraus. Am deutlichsten abwärts tendierten Kommunikationsdienstleiter und Technologiewerte. Als Belastungsfaktor wirkte ein Bericht des Wall Street Journal, wonach die US-Telekommunikationsbehörde künftig auch mögliche Wettbewerbsverstösse des sozialen Netzwerks Facebook prüfen dürfe. Die Facebook-Aktie brach um 7,50 Prozent ein. Alphabet und Amazon sackten um 6,12 und 4,64 Prozent ab.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen unter Druck. Belastend wirkten Aussagen des St. Louis Fed-Chefs James Bullard, wonach demnächst eine Leitzinssenkung angebracht sein könnte. Der Dollar-Index fiel bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,38 Prozent auf 97,23 Punkte. EUR/USD kletterte um 0,65 Prozent auf 1,1242 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,62 Prozent auf 405,25 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 2,03 Prozent auf 60,73 Punkte. Comex-Kupfer legte um 0,62 Prozent auf 2,66 USD zu. Gold setzte gestützt vom schwächeren Dollar seine Rally mit einem Plus von 1,42 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 1.330 USD (1.179 EUR) fort. Silber und Platin notierten 1,43 beziehungsweise 3,41 Prozent fester.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,26 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um einen Basispunkt auf minus 0,20 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,04 Prozent höher bei 168,60 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um sieben Basispunkte auf ein 2-Jahres-Tief bei 2,07 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,03 Prozent auf 152,54 Punkte nach.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreisdaten für die Eurozone im Blickpunkt. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Navistar International und von Salesforce.com.

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