21.10.2019 08:44:24

Marktüberblick: Software AG haussiert

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigten sich zum Wochenschluss vor der mit Spannung erwarteten Brexit-Abstimmung im britischen Parlament zurückhaltend. Als leichte Belastung wirkten schwache Daten zum Wirtschaftswachstum in China. Der DAX verlor nach einem impulslosen Handel 0,16 Prozent und endete bei 12.634 Punkten. Auf Wochensicht rückte der Leitindex um 0,98 Prozent vor. MDAX und TecDAX büssten 0,39 und 0,81 Prozent ein. In den drei genannten Indizes gab es 36 Gewinner und 60 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Im DAX wechselten 88,7 Millionen Aktien (Vortag: 99,3) im Wert von 4,49 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,73) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Versicherungen, Telekommunikation und Transport. Am schwächsten tendierten Einzelhandel, Technologie und Automobilwerte. Allianz legte an der DAX-Spitze 1,27 Prozent zu. Für die Aktie der Munich Re ging es dahinter um 1,14 Prozent nach oben. Der Rückversicherer hatte sich optimistisch gezeigt, das Gewinnziel in diesem Jahr zu übertreffen. Wirecard sackte als Schlusslicht im Index trotz der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms um 6,29 Prozent ab. Die Aktie der Software AG haussierte im MDAX beflügelt von einem positiven Analystenkommentar um 3,22 Prozent und verliess damit eine mehrwöchige Seitwärtsspanne nach oben.

An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial 0,94 Prozent auf 26.770 Punkte. Der Nasdaq 100 endete 0,92 Prozent tiefer bei 7.868 Zählern. An der NYSE hielten sich Kursgewinner und Kursverlierer in etwa die Waage. Es gab 128 neue 52-Wochen-Hochs und 35 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Immobilien und Versorger. Am schwächsten tendierten Kommunikationsdienstleister und Technologiewerte.

Am Devisenmarkt setzte sich der Kurssturz des US-Dollars fort. Der Dollar-Index endete 0,46 Prozent schwächer auf einem 10-Wochen-Tief bei 97,14 Punkten und verletzte damit die 200-Tage-Linie. EUR/USD kletterte um 0,41 Prozent auf ein 9-Wochen-Hoch bei 1,1169 USD. Das Pfund Sterling wertete beflügelt von der Hoffnung auf einen Brexit-Deal gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Zum Greenback verzeichnete es ein 5-Monats-Hoch.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte 0,10 Prozent tiefer bei 406,69 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich belastet von den schwachen chinesischen BIP-Daten um 0,82 Prozent auf 59,42 USD. Comex-Kupfer haussierte um 1,48 Prozent auf ein Monatshoch bei 2,64 USD. Gold handelte 0,28 Prozent schwächer bei 1.494 USD (1.334 EUR). Silber gab um 0,19 Prozent auf 17,58 USD nach.

Am Rentenmarkt gab die gegen Mittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,39 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte höher auf einem 3-Wochen-Hoch bei minus 0,38 Prozent. Der Euro-Bund-Future verblieb in der Handelsspanne des Vortages und schloss 0,28 Prozent tiefer bei 171,27 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 1,76 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front moderat freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,29 Prozent auf 159,98 Punkte.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Unternehmensseitig richtet sich der Blick vor allem auf SAP mit dem ausführlichen Ergebnis zum dritten Quartal.

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