19.07.2019 09:11:58

Marktüberblick: SAP enttäuscht

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag deutlich unter Druck. Für schlechte Stimmung sorgten negativ aufgenommene Quartalszahlen von SAP sowie schwache Exportdaten aus Japan. Der DAX verlor 0,91 Prozent auf 12.228 Punkte. MDAX und TecDAX fielen um 0,74 beziehungsweise 1,31 Prozent. In den drei Indizes gab es 27 Gewinner und 73 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 79 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 75,5 Millionen Aktien (Vortag: 75,1) im Wert von 3,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,94). Bei der Sektorenperformance notierten Immobilienwerte (+0,64%) vor Versorgern (+0,52%) und Technologiewerten (+0,03%). Die grössten Verluste waren bei Softwaretiteln (-4,87%), Rohstoffwerten (-2,43%) und Bauwerten (-2,15%) zu beobachten. Merck, Deutsche Börse und RWE verbesserten sich als Spitzenreiter im DAX nachrichtenlos zwischen 0,89 und 1,92 Prozent. Das Schlusslicht bildete das Schwergewicht SAP mit einem Kurseinbruch um 5,61 Prozent. Hier bemängelten Analysten vor allem die schwache Margenentwicklung bei den präsentierten Zahlen für das zweite Quartal.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 0,01 Prozent höher bei 27.223 Punkten. Für den von Technologiewerten geprägten Nasdaq 100 ging es um 0,19 Prozent nach oben auf 7.904 Zähler. 53 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 52 Prozent. 178 neuen 52-Wochen-Hochs standen 94 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger, Finanz- und Technologiewerte. Sehr schwach im Markt lagen Kommunikationsdienstleister nach enttäuschenden Zahlen von Netflix.

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursverluste. Belastend wirkten taubenhafte Aussagen des Präsidenten der New York Federal Reserve John Williams. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,49 Prozent tiefer bei 96,71 Punkten. EUR/USD legte um 0,46 Prozent zu. Stark gesucht waren der Austral-Dollar sowie das Pfund Sterling.

Der S&P GSCI Rohstoffindex sackte um 1,74 Prozent auf 412,59 Punkte ab. Brent-Öl verbilligte sich um 1,79 Prozent auf 62,52 USD. Der Preis für US-Erdgas notierte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten 0,61 Prozent tiefer bei 2,26 USD. Gold stieg um 1,65 Prozent auf ein 6-Jahres-Hoch bei 1.447 USD (1.282 EUR) und löste damit die rund drei Wochen andauernde Konsolidierung nach oben auf. Silber setzte seinen dynamischen Kursaufschwung nach dem jüngsten technischen Ausbruchssignal fort mit einem Plus von 2,50 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch bei 16,37 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,36 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel ebenfalls um drei Basispunkte auf minus 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,30 Prozent auf 173,60 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,04 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der freundlichen Seite.  Besonders deutliche Zugewinne sahen der japanische Nikkei 225 und der koreanische Kospi. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,35 Prozent auf 161,09 Punkte.

Heute steht der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Sartorius und American Express. Bereits gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichte Microsoft seine Quartalszahlen, die sowohl umsatzseitig als auch gewinnseitig über der Konsensschätzung lagen. Die Aktie zog im nachbörslichen Handel in Reaktion auf die Daten um 2,7 Prozent an. Munich Re legte nachbörslich 0,7 Prozent zu nachdem der Rückversicherer am Abend erste Indikationen für den Gewinn im zweiten Quartal bekannt gab.

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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